Germanwings-Flieger zerschellt in den Alpen - wohl keine Überlebenden

Germanwings-Flieger zerschellt in den Alpen - wohl keine Überlebenden Live

Germanwings-Flieger zerschellt in den Alpen - wohl keine Überlebenden

150 Menschen sind am Dienstagvormittag bei einem Absturz in den südostfranzösischen Alpen ums Leben gekommen. Dies ist der traurige Stand der Erkenntnisse. Inzwischen ist die Black Box gefunden worden. 

Auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf ist Flug 4U9525 der Fluglinie Germanwings nahe es Ortes Digne in den französischen Alpen in schwer zugänglichem Gebiet abgestürzt. An Bord waren laut Germanwings insgesamt 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann sprach von 67 deutschen Staatsbürgern an Bord. 


von inFranken

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Die Bilder vom Absturzort legen nahe, dass es keine Überlebenden gegeben hat. „Entsetzliche Bilder in dieser Berglandschaft. Es bleibt nichts außer Trümmern und Körpern“, twitterte Christophe Castaner, Abgeordneter der Region Alpes-de-Haute-Provence, der die Unfallstelle überflogen hatte:



Auch Austauschschüler unter den Opfern

Unter den Opfern befinden sich auch 16 Schüler und 2 Lehrer aus einem Gymnasium im westfälischen Haltern. Die Gruppe befand sich auf dem Rückweg von einem Austausch in Spanien. Dies bestätigte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann. Die Stadt Haltern zeigte sich tief geschockt. 

Benedikt Höwedes und Christoph Metzelder, beide Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stammen aus Haltern, drückten auf Twitter ihre Trauer aus: 

 
 

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Ebenfalls unter den Opfern befindet sich der Opernsänger Oleg Bryjak. Der Bassbariton sollte nach 2014 auch in diesem Jahr als Alberich bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen auftreten. „Die Festspiele verlieren mit Oleg Bryjak einen großartigen, vitalen Künstler", teilten die Festspielleiterinnen Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner auf der Homepage der Bayreuther Festspiele mit. 



Ursache unklar

Die Besatzung des Fluges 4U9525 hatte laut der französischen Luftfahrtbehörde keinen Notruf abgesetzt. Die Maschine war kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe von 38.000 Fuß in einen rapiden Sinkflug übergegangen und dann vom Radar verschwunden. Die Ursache ist noch völlig unklar, inzwischen ist jedoch ein Flugschreiber gefunden worden. Die Auswertung dürfte aber mehrere Wochen dauern. 

Am Abend wurde bekannt, dass die Unglücksmaschine am Tag vor dem Absturz für mehrere Stunden wegen technischer Probleme in Düsseldorf repariert werden musste. Laut Informationen von Spiegel Online handelte es sich um eine Problem an der „Nose Landing Door“. Dies ist  eine Klappe, die sich am Rumpf öffnet und schließt, wenn das Bugrad aus- und eingefahren wird. Nach Aussage der Lufthansa sei dies aber kein sicherheitsrelevantes Thema. 


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Piloten weigern sich zu fliegen - Flüge fallen aus

Nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich hat die Fluggesellschaft am Dienstag zahlreiche Flüge gestrichen. Etliche Besatzungen hatten ihren Dienst nach Angaben der Muttergesellschaft Lufthansa nicht angetreten. „Einige haben ihren Dienst aus persönlichen Gründen nicht angetreten, aber nicht aus Sorge, dass da was im Argen liegt“, sagte die  Lufthansa-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Einzelheiten nannte sie nicht. 

In Düsseldorf wurden laut Flughafen-Homepage unter anderem Verbindungen nach Paris, Hamburg, London, Madrid und Stockholm gestrichen. Auch in Köln fielen Germanwings-Verbindungen aus. Dort wurde laut Flughafen Verbindungen nach London, Mailand und Zürich annulliert. Am Flughafen in Stuttgart wurden drei Starts annulliert. Auch an den  Flughäfen Tegel, Halle/Leipzig und Hamburg fielen Verbindungen der Lufthansa-Tochter aus. Die Gründe konnten die jeweiligen Flughafensprecher nicht nennen.

Schwierige Bergung

Am späten Nachmittag waren hunderte Einsatzkräfte und rund ein Dutzend Hubschrauber und Militärflugzeuge an der Unglücksstelle nahe des kleinen Ortes Prads-Haute-Bléone im Einsatz, wie „Le Monde“ berichtete. Eine Sporthalle des Bergortes Seyne-les-Alpes wurde nach einem TV-Bericht für die Aufbahrung von Opfern eingerichtet.

Die Absturzstelle selbst befindet sich auf einer Höhe von 2000 Metern und ist nur schwer zugänglich, entweder mit dem Hubschrauber oder nach mehrstündigem Fußmarsch. Bei Einbruch der Dunkelheit stellten die Rettungskräfte ihre Bemühungen ein. Die Bergungsarbeiten sollen bei Tagesanbruch weitergehen.

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Reaktionen: Bestürzung und Trauer

Bundeskanzlerin Merkel zeigte sich ob der Ereignisse ebenso betroffen wie Bundespräsident Joachim Gauck, der seine Südamerika-Reise abbrach. Außenminister Steinmeier und Verkehrsminister Dobrindt sind bereits nach Frankreich zur Absturzstelle gereist, am Mittwoch werden auch Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck zum Unglücksort reisen.
jgö/dpa

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