inFranken-Sommertipps

inFranken-Sommertipps Live

Theatersommer

März bis November, wechselnde Spielorte, www.theatersommer.de

Foto: Fränkischer Theatersommer 
von inFranken

Jan Burdinskis Kind ist mit 20 Jahren erwachsen geworden und heißt nun „Fränkischer Theatersommer – Landesbühne Oberfranken“. Dessen Thespiskarren, eine fahr- und klappbare Bühne zieht durch  die Lande von Hof bis Nürnberg, von Eltmann bis Weiden. Ausgesucht werden meist Spielorte mit alten Gemäuern als Hintergrundkulissen; es darf aber schon mal ein Park oder Dorfweiher sein. Das Programm braucht sich wahrlich nicht zu verstecken: Klassiker wie „Faust“ oder in dieser Spielzeit Kleists „Der zerbrochne Krug“ wechseln sich ab mit Musiktheater, Chanson und Kleinkunst. Unterhaltsam immer, aber immer mit Niveau. 

Luisenburg-Festspiele


Wunsiedel, bis 24. August, www.luisenburg-aktuell.de

von inFranken

Großstadt-Flair der goldenen Zwanziger auf einer Naturbühne? Kann das funktionieren? Ja, das kann.  Volkstheater-Vollprofi Michael Lerchenberg wagt auf der ältesten Freilichtbühne Deutschlands einen rasanten Mix aus Publikumsknallern, Klassikern und durchaus schrägen Ausgrabungen. In der vergangenen Saison war das Josef Ruederers „Fahnenweihe“, heuer Karl Schönherrs „Glaube und Heimat“. Außerdem dampft heuer in dem wunderschönen Fichtelgebirgs-Ambiente Jim Knopfs Emma, die „Comedian Harmonists“ zeigen, dass ihre Geschichte keineswegs immer harmonisch war, und deutsche Bildung wird mit Goethes „Iphigenie“ bedient. 

Würzburg tanzt fantastisch


Stadtgebiet, 4. bis 8. Juli, www.tanztisch-wuerzburg.de

von inFranken

Es begann 2011 als Schulterschluss zwischen der hohen Kultur  und der freien Szene und hat inzwischen einen Namen weit über die Mainfrankenmetropole hinaus: An fünf Tagen gerät Würzburg in Bewegung, getanzt wird überall in der Stadt, sogar im  Gefängnis  und im Müllheizkraftwerk. Neben hochkarätigen Akteuren bezieht das Festival seinen Reiz vor allem daraus, dass die Zuschauer nicht nur schauen sollen: Sie sind ausdrücklich zum Mitmachen eingeladen. Zum Stolpern bringt den  Unkundigen nach wie vor die etwas irreführende Internetadresse: Was bitte ist ein Tanztisch?  Er wird’s erfahren.

Nachsommer Schweinfurt


6. bis 27. September, verschiedene Orte, www.nachsommer.de

von inFranken

Schweinfurt will weg vom Kugellager-Image und als heimliche Kulturhauptstadt Unterfrankens mit eigenen Akzenten auf sich aufmerksam machen. Deshalb gibt es dort eben keinen Kultur-Herbst, sondern den Nachsommer. Seit 15 Jahren manifestiert sich in der Veranstaltungsreihe der Anspruch der Stadt, Industrie und Kunst zu verlöten. Deshalb treten die hochkarätigen Ensembles, heuer unter anderem Les Brünettes, nicht nur in der Kunsthalle auf, sondern auch in der Halle 140 des Kugellagerfabrikanten SKF.  Ganz ohne Kugellager geht es eben doch nicht. 

Open-Air-Sommer Coburg


Coburg/Tambach, 18. Juli bis 24. August, www.openairsommer.de

von inFranken

Nicht nur Sportvereine  sind auf Förderer angewiesen, auch die Kultur kann nicht ohne. Die Mäzene von früher heißen  Sponsoren, sie sind  meist nicht mehr adelig oder Industriebarone, sondern Banken oder Versicherungen. Wo eben  das Geld sitzt.  In Coburg kommt  auf diese Weise genug Bares zusammen für ein ansehnliches Altherrenteam. Heuer geben   sich beim Tambacher Sommer unter anderem   Bap mit Wolfgang Niedecken, Wolfgang Ambros und Smokie die Ehre, es gibt ein Abba-Revival, Haindling  lässt es in Franken bayerisch und die CubaBoarischen karibisch klingen. 

Faust-Festspiele


Kronach, bis 30. August, www.faust-festspiele.de

von inFranken

Seit 20 Jahren treiben auf der Kronacher Festung Rosenberg der Dr. Faust und Mephistopheles ihr Unwesen.„Theater wie Kino“ ist das Konzept des Intendanten der Faust-Festspiele, Daniel Leistner, und so zeigt er leicht konsumierbare Versionen von klassischen Dramen. Nichts für Puristen, aber das Publikum liebt’s. Wie der Name schon verrät, wird jedes Jahr der erste Teil des „Faust“ gezeigt, dazu gibt’s in dieser Spielzeit Shakespeares „Romeo und Julia“ in einer eigens erstellten Fassung, dazu Georges Feydeaus „Der Floh im Ohr“. An einem schönen Sommerabend ist der Ausblick von der Burg auf den Frankenwald traumhaft und das halbe Eintrittsgeld wert. 

Sommerspiele


Trebgast, bis  17. August, www.naturbühne.de

Foto: Fölsche 
von inFranken

Unweit Kulmbach macht  sich ein Amateurensemble seit 1953 einen guten Namen. Die „Naturbühne“ liegt wirklich mitten in der Natur am Wehelitzer Berg. Eigene Inszenierungen wechseln sich ab mit auch musikalischen Gastspielen. In dieser Saison ist das Lustspiel  „Ein verrücktes Seniorenhaus“ zu sehen, dazu Brandon Thomas�� wahrlich unverwüstliche „Charley’s Tante“ in einer Freiluftversion und im Shakespeare-Jahr darf ein Klassiker nicht fehlen: „Viel Lärm um nichts“ (leider parallel zu der Inszenierung der Bamberger Calderón-Spiele). Und für die Kleinen gibt’s Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“.  Heißmann und Rassau als Gäste, akustische und Weltmusik ergänzen das Theatralische. 

Rosengarten-Serenaden


Bamberg, 5. Juli bis 16. August, www.rosengarten-serenaden.com

Foto: privat 
von inFranken

Als einst Ingo Graupner im Rosengarten der Neuen Residenz einer gefällten Rotbuche ein Abschiedsständchen geigte, dachte er wohl kaum daran, dass sich daraus eine jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe mit einem eigenen Trägerverein entwickeln würde. Aber so ist es gekommen, und die feinen Kammermusik-Konzerte vor dem Teehaus-Pavillon des Hofbaumeisters Johann Michael Küchel erfreuen sich steter Beliebtheit. Heute beginnt die Konzertfolge mit dem Damen-Quartett „Ensemble unterwegs“, und bis Mitte August sind  u. a. noch dasTitus Quartett und das Bamberger Kammerorchester zu hören.

Kissinger Sommer


Bad Kissingen, bis 13. Juli, www.kissingersommer.de

Foto: Ahnert 
von inFranken

Die alte Kurstadt ist naturgemäß der ideale Spielort für klassische Musik. Aber: Zu hören sind auch Gipsy-Jazz und Rhythm and Blues beim „Kissinger Sommer“. Das Festival versucht seit 1986 Brücken  zu bauen zwischen Ost und West. Weltstars waren schon zu Besuch wie der Paganini des 21. Jahrhunderts, David Garrett, der mit neun Jahren hier sein Debüt gab, oder der Dirigent Christoph Eschenbach oder Grigory Sokolov … Gespielt wird im Großen und Rossini-Saal. In der aktuellen Saison wurde besonderes Gewicht auf Gäste aus Tschechien und Polen gelegt. Tipp: Am Samstag, 12. Juli, gibt es Gaetano Donizettis „L’elisir d’amore“ konzertant im Großen Saal des Regentenbaus.  

Calderón-Spiele


Bamberg, 6. bis 26. Juli, www.theater-bamberg.de

Foto: T. Bachmann 
von inFranken

Was der spanische Barockdichter Pedro Calderón de la Barca (1600–1681) mit Bamberg zu tun hat? Zunächst war er tief katholisch, dann übersetzte E.T.A. Hoffmann einige seiner Stücke, und Hoffmann wiederum ist so innig mit Bamberg verbunden, dass … würde jetzt zu weit führen. Seit Jahrzehnten spielt das Ensemble des E.T.A.-Hoffmann-Theaters in der Alten Hofhaltung auf dem Domplatz süffiges Freilufttheater. Früher war zwar mehr Geld da, und die Inszenierungen gerieten aufwändiger.  Das sucht man mit Witz und Einsatz wettzumachen, und meistens klappt’s auch. Heuer erwartet die Besucher ein Shakespeare-Klassiker: „Viel Lärm um nichts“ im Jahrmarkts-Bühnenbild. 

Samba-Festival


Coburg, Innenstadt,11. bis 13. Juli, www.samba-festival.de

Foto: djd/Tourist Information Oberes Maintal-Coburger Land 
von inFranken

Inzwischen gibt es das wie ein Afrika-Festival a la Würzburg fast überall, aber die Ehre, der Geburtsort zu sein, kann man Coburg nicht nehmen:  1992 setzte der Schauspieler Michael Häfner hier zum ersten Mal seine bei Engagements in Südamerika geborene Idee um,  Oberfranken  die Sambatöne beizubringen. Heuer sind es mehr als 3000 mehr oder weniger bunt bekleidete (also mehr oder weniger bekleidete) Akteure und  200 000 Zuschauer, die meist genau deshalb kommen. Nach den drei tollen Tagen stellt sich stets die Frage, warum man den fränkischen Fasching nicht in den Sommer verlegt. Antwort: Frankens Narren sind vermummt lustiger. 

Thurnauer Kunst-und Kulturwochen


Thurnau, 11. bis 27. Juli, www.schwantastisch.de

Foto: privat 
von inFranken

Es wird nicht nur viel Theater gespielt und musiziert dieser Tage, nein, das „Töpferstädtchen am Rande der Fränkischen Schweiz“ (Eigenwerbung) öffnet die Tore im Juli ganz weit.  Damit die ortsansässigen Künstler und Kunsthandwerker ihre Produkte auch an die Frau und den Mann bringen. Vom Rückenschmeichler über den Nachttopf auf Spitze bis zu fränkischen Landschaften in Öl und Acryl ist so mancherlei zu sehen für eine nach Dekoration dürstende Mittelschicht. Umrahmt wird die Schau von Vorträgen, Lesungen, Konzerten und dem „Schlosstheater Thurnau“ mit wieder: Romeo und Julia.

Hans Juncker


Aschaffenburg, bis 7. September, www.museen-aschaffenburg.de

Foto: Markus Hauck/pow 
von inFranken

Er galt zu seiner Zeit als Wunderkind. Bereits mit 16 Jahren signierte er den  ersten von ihm geschaffenen Altar in der Kirche von Darstadt bei Ochsenfurt. Hans Juncker (1582–1624) stammte aus einer weit verzweigten Künstlerdynastie. Auf dem Höhepunkt seines Schaffens verband er die aktuellen Kunstströmungen  Italiens und der Niederlande in seinem bevorzugten  Material – dem Alabaster. Anlässlich des Jubiläums „400 Jahre Schloss Johannisburg“ wird im Schlossmuseum die umfangreichste Sammlung von Werken des Künstlers präsentiert. Erstmals auch Werke, die im Zweiten Weltkrieg beschädigt und aufwändig restauriert wurden. Für Kunstfreunde ein Leckerbissen.

Gluck-Festspiele


Nürnberg u. a., 14.–27. Juli, www.internationale-gluck-opern-festspiele.de

Foto: dpa 
von inFranken

„Ich bin der Ritter Gluck“ heißt es in E.T.A. Hoffmanns gleichnamiger Erzählung als Schlusspointe, wenn der längst tote Komponist Klavier spielt. Weniger gespenstisch soll es, passend zum 300. Geburtstag des Opern-Reformators, in und um Nürnberg zugehen mit drei szenischen Opernaufführungen und der Uraufführung eines Balletts. Das Coburger Landestheater darf  mittun: Dort wird am 17. Juli die letzte Vorstellung der  bekanntesten Gluck-Oper überhaupt, Orfeo ed Euridice, gegeben. Auch ein Symposion und eine Jazz-Hommage sind dabei, gespielt wird meist im Nürnberger Opernhaus, aber auch an anderen Spielorten der Noris.

Plassenburg-Open-Air


Kulmbach, 16.–20. Juli, www.plassenburgopenair.com

Foto: privat 
von inFranken

Und wieder eine Burg – die Plassenburg über Kulmbach. Seit Jahren tummeln sich Künstler auf der Bühne im Innenhof, und das Programm ist auch heuer altehrwürdig mit einer Pink-Floyd-Gedächtnisband und der Spider Murphy Gang. Halt, der mittelfränkische Bembers, über Youtube und Facebook zum Star geworden, kommt auch. Und der unverächtliche Thees Ullmann von Tomte. Und Ljubka Biagioni zu Guttenberg mit einem Klassik-Programm. Weit hat die Gattin von Enoch zu Guttenberg ja nicht zu reisen vom Stammsitz des Adelsgeschlechts. Also doch nicht so verkalkt, für jeden etwas dabei. 

Schlossplatzfest


Coburg, 17.–21. Juli, www.schlossplatzfest-coburg.de

Foto: Albert Höchstädter 
von inFranken

Coburg steht nicht nur fürs Samba-Festival, beileibe nicht. Wollen es die Coburger den Bambergern nachmachen? Jedenfalls bieten sie auch Varieté und Artistik nebst Musik und Gastronomie bei ihrem „Festival der Sinne“. In der Region verankert soll das alles sein; ergo wird auch die Coburger Bratwurst, die es in den vergangenen Wochen zu einiger Berühmtheit gebracht hat, sich wieder wollüstig auf den Rosten wälzen. Auch Edleres gibt’s auf der Fressmeile. Nicht nur Samba wird getanzt in der Veste-Stadt, heimische Tanzschulen wollen auch zeigen, was sie können, und Kapellen wie „Black Coffee“ sorgen für Stimmung. Eine Verschmelzung von Volksfest und Kultur-„Event“. 

Bamberg zaubert


Bamberg, 18.–20. Juli, www.bamberg-zaubert.mybamberg.de

Foto: RiegerPress 
von inFranken

Die Erfindung des Bamberger Stadtmarketings gibt es nun auch schon zum 16. Mal, eines der größten Straßen- und Kleinkunstfestivals des Landes. Kein Wunder, denn der Eintritt ist – frei. 150 000 Zuschauer drängen sich immer am dritten Juli-Wochenende in der Stadt, Hunderte Zauberkünstler aus aller Welt bewerben sich (sie bekommen keine Gage), um an 25 Plätzen die Zuschauer zu verblüffen.  Jonglage, Artistik, Ballonmodellieren und was  das Herz des Unterhaltungswütigen sonst noch so begehrt. Begehrt sind die kostenlosen Vorstellungen auch bei Familien mit Kindern, allenfalls Überfüllung an den Abenden könnte abschrecken. 

Songs an einem Sommerabend


Bad Staffelstein, 4.–6. Juli, www.bad-staffelstein.de

Foto: Ursula Düren/dpa 
von inFranken

Dass nicht nur das Krachende, Laute, Lärmende im Sommer Anklang findet, beweisen die „Songs an einem Sommerabend“ auf einer Wiese vor Kloster Banz seit 28 Jahren.  Wegen der großen Nachfrage gibt’s in diesem Jahr sogar ein Zusatzkonzert. Neben Veteranen wie Reinhard Mey, Konstantin Wecker, Klaus Hoffmann und Hannes Wader erhält auch der Nachwuchs eine Chance. Der Bayerische Rundfunk zeichnet die Konzerte auf und zeigt einen Zusammenschnitt am 15. August, 22–24 Uhr – ein Trostpflaster für all jene, die keine Karten mehr bekommen haben. 

Rakoczy-Fest


Bad Kissingen, 25.–27. Juli, www.rakoczy-fest-badkissingen.de

Foto: Staatsbad Bad Kissingen 
von inFranken

Warum die Quelle, der Bad Kissingen seinen Weltruhm verdankt, nach dem ungarischen  Fürsten Ferenc Rákóczi II.
von Ungarn (1676–1735) benannt ist … das würde hier zu weit führen. Tatsache ist, dass im Gedenken an die Wiederentdeckung dieser Quelle im frühen 18. Jahrhundert die Stadt jedes Jahr ein rauschendes Fest feiert mit Festzug in historischen Kostümen, jeder Menge Musik, Essen und Persönlichkeiten, deren Name mit der Kurstadt verbunden ist:  Zar Alexander II. von Russland,  die bayerischen Könige Ludwig I. und Ludwig II., Prinzregent Luitpold , der Schriftsteller Theodor Fontane, Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck … naturgemäß deren Wiedergänger. 

Bayreuther Festspiele


Bayreuth, 25. Juli bis 28. August, www.bayreuther-festspiele.de

Foto: Staatsbibliothek Bamberg/Gerald Raab 
von inFranken

Auch wenn das Schaulaufen zur Premiere abstößt, auch wenn die Nazi-Verstrickungen des Wagner-Clans immer noch nicht komplett aufgearbeitet sind, auch wenn die aktuellen Festspielleiterinnen, gelinde gesagt, künstlerisch fragwürdige Entscheidungen treffen: Die Bayreuther Festspiele mit der „Ring“-Tetralogie sind nun einmal Frankens Beitrag zur Weltkultur. Heuer mit dem Regisseur Frank Castorf und dem musikalischen Leiter Kirill Petrenko. Schon Mark Twain spöttelte Ende des 19. Jahrhunderts am „Schrein von St. Wagner“, doch die Wagner-Exegese schreitet für und für. 

Jazz am See


Dechsendorf, 27. Juli, www.jazz-am-see.com

Foto: Soeren Stache/dpa 
von inFranken

Was für die Klassik gut ist, kann dem Jazz wohl nicht schaden, dachte sich der Verein Klassikkultur, der seit Jahren das Event-Klassik-Konzert „Klassik am See“ veranstaltet (siehe Box rechts). Der See, das ist der Dechsendorfer Weiher nahe Erlangen, der Jazz, das sind naturgemäß keine experimentellen Frickler, sondern Mainstream-Jazzer mit großem Popularitäts-Potenzial. Was beileibe nichts Schlechtes sein muss. Also treten auf der Bühne direkt neben dem See der vielfach prämierte Trompeter Till Brönner auf, der Gitarrist Torsten Goods und der Posaunist Nils Landgren – mit Rhythmusgruppe. Dem Genre entsprechend, ist eine Session mit den drei Stars zusammen geplant, eine Premiere. 

Klassik am See


Dechsendorf, 30. Juli, www.klassik-am-see.com

Foto: Thomas Lange 
von inFranken

Und gleich die ältere Schwester (Bruder?) des See-Jazz. Zum nun auch schon 12. Mal gibt es am Dechsendorfer Weiher „Klassik am See“. Ein Konzert, das vom Veranstalter ganz arg auf Event hingetrimmt worden ist, das aber zweifellos Atmosphäre atmet. (Es soll Besucher geben, für die das Feuerwerk  der Höhepunkt des Abends ist.) Dieses Jahr gibt es Verdis Oper „Rigoletto“ in einer halbszenischen Aufführung. Dirigieren wird wie bereits 2013 Ljubka Biagioni, die Gattin des Enoch zu Guttenberg. Sie bringt ihr eigenes Orchester aus Sofia mit nebst eigens rekrutierten Solisten. Es singen Chöre aus Herzogenaurach und Nürnberg. Ein logistisches Großunternehmen, durchaus besuchenswert. 

Bardentreffen


Nürnberg, ganze Altstadt, 1. bis 3. August, www.bardentreffen.de

von inFranken

Der 400. Todestag des Meistersingers Hans Sachs  war 1976 der Anlass für das erste Bardentreffen, damals noch ganz im Zeichen der Hippie- und Protestbewegung. Der Zeitgeist bringt es mit sich, dass die Bardenwelt heute  bunter und ein wenig mainstreamiger daher kommt,  doch der Charme ist geblieben: Gespielt wird an vielen Plätzen in der Nürnberger Altstadt, der Eintritt ist frei,  zur Klampfe greifen kann nach wie vor jeder und zuhören muss keiner der rund 200 000 Besucher, die dem Charme der Stadt und dem Ruf der Barden folgen. Heuer setzt das Treffen  100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges einen Schwerpunkt auf das Thema Krieg und Frieden. Fast ein bisschen so wie 1976. 

Blues- und Jazzfestival


Bamberg, 1.–17. August, www.blues-jazz-festival-2013.mybamberg.de 

von inFranken

Die zweite große Schöpfung des Bamberger Stadtmarketings: Und siehe, es war wohlgetan! In ödeste Augustzeit hineinimplementiert, belebt es die abends sonst ausgestorbene Innenstadt mit inspirierendsten Klängen. Und das für nix, freier Eintritt! Das Ganze war so erfolgreich, dass das Festival sich ausgedehnt hat in den Landkreis und auf die Böhmerwiese am Stadtrand. Highlight in diesem Jahr sind wohl die Pretty Things, angegrauten Beat-Fans noch als wildeste Band der 60er bekannt. Tipp der Redaktion: Paul Lamb & The Kingsnakes, Großbritanniens beste Bluesband. 

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