Stimmen zur WM aus Bad Kissingen

Stimmen zur WM aus Bad Kissingen Live

Thomas Bold (CSU), Bad Kissingen


von inFranken

„Das Team hat verdient gewonnen. Es war verdammt knapp“, sagt Landrat Thomas Bold (CSU). Gemeinsam mit seiner Frau hat er das Spiel von zu Hause aus geschaut. „Man  hat spannende Momente erlebt und mitgefiebert.“ Für ihn war es „eine Freude zu sehen, wie die Jungs alles gegeben haben“. „Ich habe nicht besonders gefeiert, aber ich bin glücklich über den Sieg.“ Bold stand früher selbst auf dem Platz und sieht sich die Spiele gerne an. „Aber dieses nationale Ereignis lässt auch andere zu Fans werden, die sich sonst nicht für Fußball begeistern.“ Für den Landrat geht es am Tag nach dem Finale „ganz normal weiter“. Fast: „Man ist heute vor Freude beschwingt.


Manfred Schmitt,
Althausen


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Manfred Schmitt hat mit seiner Familie zuhause das Endspiel verfolgt. „Ich bin zufrieden und glücklich“, stellt der Mitarbeiter des Münnerstädter Bautrupps fest, der nach einer kurzen Nacht mit WM-Hut in den Deutschlandfarben auf die Arbeit gegangen ist. Manfred Schmitt betont, dass er ganz schön aufgeregt war. „Das Herzrasen reicht wieder für die nächsten Jahre“, meint er. Dass die Nacht kurz war und er am Montag bereits wieder um sieben Uhr fit sein musste, hat ihn nach dem Weltmeistertitel nicht gestört. Und außerdem gehört er zur Generation, für die der Satz noch gilt: „Wer feiern kann, der kann auch arbeiten“, sagt er und macht mit seiner Arbeit weiter.

Annette Schmucker, Münnerstadt


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Zusammen mit Freunden und ihrer  Familie hat Annette Schmucker das WM-Finale bei einem privaten Public Viewing  erlebt.  Ungefähr 20 Erwachsene und Kinder seien sie gewesen.  „Das Spiel war sehr spannend“, findet die Münnerstädterin, die am Montagfrüh  im Deutschland-T-Shirt zum Arbeitseinsatz auf den Anger gekommen war. Bis ein Uhr hat die Familie durchgehalten. Dann war es Zeit, nach Hause zu gehen. Auch die Kinder hatten am Montag keine Probleme mit dem Aufstehen, erzählt Annette Schmucker. Außerdem  hatte die Schule einen Wandertag angesetzt und der begann erst um 9 Uhr. „Das hat gut gepasst“, meint die Münnerstädterin.

Roman Riedel mit Sohn Lenn, Bad Kissingen


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Im Hause Riedel besteht die ganze Familie aus  begeisterten Fußball-Fans. „Wir haben das Spiel gemeinsam zuhause gesehen. Lenn (3) hat sogar noch die erste Halbzeit mit angeschaut. Meine Frau ist nach 90 Minuten hoch gegangen, ihr war das zu spannend“, sagt Roman Riedel (40). Das Gruppenspiel gegen Ghana hat er live im Stadion in Fortaleza miterlebt und hat die Atmosphäre aufgesogen. „Die Atmosphäre in Brasilien war super. Das konnte ich mit beim Finalspiel auch gut vorstellen.“ Den Sieg der Deutschen Mannschaft hat der große Fan auf besondere Weise gefeiert:  „Ich habe eine Kopie des Weltpokals besorgt, die haben wir dann erst einmal durchs ganze Haus getragen.


Ana Maria Benevides Werner
, Bad Kissingen


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„Der Bessere gewinnt“, sagt die Brasilianerin (rechts) etwas heiser.
Sie habe zwar mit „ihrer“ Mannschaft bis ins Halbfinale gefiebert, aber „man hat gesehen, sie hätten es nicht verdient“.  Das Finale hat die Sprecherin des Kissinger Integrationsbeirats daheim mit ihrem Sohn und ihrem Mann geschaut. Dazu gab es brasilianische Leckereien. Nach dem Spiel  feierten sie am Berliner Platz.  So wie sie es von ihrer Heimat gewohnt ist: „In Brasilien zeigt man seine Freude.“ 1990 beim letzten WM-Sieg der Deutschen vermisste sie das. Was sie besonders gut findet: „Die Deutschen haben in Brasilien ein sehr gutes Bild hinterlassen. Auch menschlich.

Kay Blankenburg (SPD), Bad Kissingen

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„Deutschland muss den vierten WM-Titel erst noch verkraften“, sagt der Oberbürgermeister mit rauer Stmme. Wie die meisten Bad Kissinger hat auch Kay Blankenburg den Sieg der deutschen Mannschaft am Sonntagabend gefeiert. Er verfolgte das Spiel vom Rossini-Saal aus. Zumindest die Hälfte davon. Er hat die erste halbe Stunde verpasst, weil sich die Spielzeit mit dem Abschlusskonzert des Kissinger Sommers überschnitt. „Die letzten Minuten bevor es in die Verlängerung ging waren besonders spannend.“ Den erlösenden Schuss habe er Mario Götze gar nicht zugetraut, aber – „umso erfreulicher“. Am Montag hieß es: „Wer feiern kann, kann auch arbeiten.

Michael Kilian, Güntersleben


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Der Günterslebener Winzer Michael Kilian hat das WM-Finale in Münnerstadt auf dem Anger erlebt.
Dort hatte er während des Stadtfestes einen Weinstand und trotz Dauerregens am Abend hatte er sich entschlossen, doch zu bleiben und das Spiel  nicht zuhause in Güntersleben, sondern in Münnerstadt mit zu verfolgen. „Es war ein gutes Spiel“, findet Kilian, von beiden Seiten, ergänzt er. Die Stimmung am Anger sei auch gut gewesen. Seinen Weinstand hielt er während des Spiels geschlossen, damit er das Finale  ungestört genießen konnte.  Nur während der Halbzeitpause öffnete er seinen Stand, damit sich die Weintrinker  nochmals mit einem Schoppen eindecken konnten.Center

Thomas Keßler, Bad Kissingen


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„Eigentlich müsste man dem Team eine Rechnung für verbrauchte Nerven schicken“, sagt Thomas Keßler, Dekan der Herz Jesu Pfarrei.
Nach dem Finale am Sonntagabend war er „vom Erschöpfungszuschauen nass geschwitzt“, erzählt er. „Ich hätte mir es leichter vorgestellt. Zwar kein Durchmarsch, aber dass es so ein Knüppelspiel wird, hätte ich nicht gedacht.“ Im Vorfeld tippte Dekan Keßler auf einen 3:1-Sieg für Deutschland und hoffte: „Bloß kein Elfmeterschießen.“ In diesem Jahr sei die Verlängerung des WM-Spiels „zum Glück“ nicht in die Zeit einer Messe gefallen wie 2006. „Ich habe mich riesig gefreut. Es war ein würdiges Endspiel.


Sebastian Hehn, Schweinfurt

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Der 33-jährige Physiotherapeut aus Schweinfurt ist eigentlich kein großer Fußball-Fan, das Finale hat er trotzdem zuhause geschaut.
   „Irgendwie ist die Begeisterung bei mir nicht richtig angekommen“, sagt er. Die  WM-Euphorie der Deutschen mit Fanmeilen und Autokorsos vollzieht er nicht nach. „Man klinkt sich da  in etwas ein, das künstlich geschaffen ist und  künstlich groß gemacht wird“, kritisiert er.  Ein wenig Positives hat Sebastian Hehn dem Finalspiel gegen Argentinien aber doch abgewonnen. „Ich habe nichts gegen Fußball als Sport an sich. Und am Sonntag kam dann schon Spannung auf, weil so lange Zeit kein Tor gefallen ist“, räumt er ein.


Michael Hinz, aus dem Sauerland


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„Ich bin momentan auf Reha in Bad Kissingen in der Marbachtalklinik.
Das WM-Finale habe ich auch dort im Speisesaal geschaut“, erzählt der 47-Jährige aus dem Sauerland. Da habe es zwar keine alkoholischen Getränke gegeben, der Stimmung habe das aber keinen Abbruch getan.
„Und ich habe heute keinen Kopf –  im Gegensatz zu vielen Arbeitskollegen“, meint der Borussia Mönchengladbach Fan. Zwar war es für ihn nur eine kurze Nacht, dafür aber auch ein schöner Morgen, sagt er am Montag. Er jubelt: „Das Gefühl bleibt uns jetzt für die nächsten vier Jahre.“ Den Titelgewinn findet Michael Hinz verdient, vor allem wenn man den ganzen Turnierverlauf betrachtet.

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