EM 2016- der Liveblog

EM 2016- der Liveblog

Aktuelle Spielstände und Hintergründe sowie Aktuelles abseits des Spielfelds finden Sie bei uns im Liveblog!

  • Matchday! Auf nach Paris. Heute bereits um 18 Uhr gegen Nordirland. Wir glauben ja, dass Löw eine Überraschung in der Aufstellung haben wird. Welche? Warten wir es ab, alle Infos rund um das letzte Gruppenspiel der deutschen Elf hier ab heute Nachmittag direkt aus Paris.

    von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/21/2016 7:03:59 AM
  • Matchday! Auf nach Paris. Heute bereits um 18 Uhr gegen Nordirland. Wir glauben ja, dass Löw eine Überraschung in der Aufstellung haben wird. Welche? Warten wir es ab, alle Infos rund um das letzte Gruppenspiel der deutschen Elf hier ab heute Nachmittag direkt aus Paris.

    von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/21/2016 7:03:45 AM
  • Das verrückte französisch-deutsche EM-Wörterbuch, Teil 5:

    entrée ein Baum

    match nasser Dreck

    simple Depp

    Mont Blanc nackter Himmelskörper

    Tour Eiffel Ausflug in deutsches Mittelgebirge

    avant Modell von Audi

    mars Schokoriegel

    pain Schmerzen

    aussi Deutscher aus Dresden oder Leipzig
  • Joachim Löw hat die PK in Paris wegen einer Erkältung abgesagt, für ihn spricht gleich Co-Trainer Thomas Schneider
    von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 1:42:46 PM
  • beschleunigt.abnehmen.freundeskreis. So lautet die Adresse unserer Küche in unserem Haus überm See in Évian laut dem Internetprotal what3words. Für jeden Fleck der Erde gibt es einen Namen. Eine herrliche Spielerei, probieren Sie es aus.

    Tor de France

    Ein Brief an den Fünfmeterraum

    Haben Sie schon einmal versucht, einen Brief an einen Wurzelsepp in der tiefen Rhön zu schicken? Oder an einen Eskimo am Nordpol? An den Torhüter im Fünfmeterraum des Prinzenparkstadions? Es gibt Flecken auf dieser Welt, für die existiert keine Postleitzahl, aber auch für diese Fälle hält die digitale Welt eine Lösung parat. Dieser Tage lief auf der Fahrt von Évian-les-Bains nach Genf im Autoradio ein Beitrag über das Projekt what3words. Die Macher der gleichnamigen Internetseite haben über die Erde ein Raster gezogen, eine Gitter aus jeweils exakt 3x3 Meter großen Quadraten. Ihre Idee soll das Adresssystem revolutionieren. Entstanden sind so 57 Billionen Felder. 57 000 000 000 000! Jedem dieser Karos wurde durch einen Algorithmus ein Name aus drei Wörtern verpasst, und so kommt es, dass Manuel Neuer heute Abend im nördlichen Tor des Prinzenparkstadions unter anderem das Feld gurke.aufnimmt.farblos bewachen wird. Im Quartierort Évian logiert die deutsche Elf im Hotel Ermitage auf Flecken, die raumflug.führerschein.trikot heißen oder hörbuch.berufsbild.sintflut. Passt zum Dauerregen hier. Nordwestlich den Berg hinunter liegt unser Haus überm See, wo sich in unserer Küche der Neun-Männer-WG das Planquadrat beschleunigt.abnehmen.freundeskreis befindet. Okay, zunehmen wäre treffender, aber sonst. Tadellose Zuordnung. Und, wo wohnen Sie?

  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 9:34:27 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 9:33:52 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 9:32:55 AM
  • Die Bürgermeister von St. Gingolphs, Bertrand Duchond (links/Schweiz) und Geraldine Pflieger (rechts/Frankreich) hatten viel Spaß beim gemeinsamen Fußballabend.

    Wo die Grenze fließend ist

    Im geteilten Dorf St. Gingolph feiern
    Schweizer und Franzosen gemeinsam das 0:0


    Wie geduckt liegt St. Gingolph am Fuße des 1520 Meter hohen Pic de Blanchard, der wie eine grüne Wand steil aufragt hinter den Häusern und über dem Genfer See. In diesem Dorf ist die Grenze fließend, der Gebirgsbach Morge zerschneidet St. Gingolph in einen französischen und in einen Schweizer Teil. Ein Name, zwei politisch getrennte Dörfer in zwei Ländern. Diese Besonderheit ist es, die den Ort für einen Abend, an dem bei der Europameisterschaft Frankreich gegen die Schweiz spielt, eine unverhoffte Aufmerksamkeit beschert.
    Zwei Herzen schlagen
    Beobachtungen also in einem Dorf, in dem zwei Herzen schlagen. Noch eine knappe Stunde ist es bis zum Spielbeginn, und am Grenzübergang an der Hauptstraße N5 sorgt eine kleine Gruppe Fans für ein Ramba-Zamba. Sie sind ausstaffiert mit Perücken, Fahnen, Tröten, und die zwei Schweizer Zöllner, die in der kleinen Bude mitten auf der N5 ihren Dienst schieben, sind bald etwas genervt vom kleinen Grenzverkehr. In der Bar Le Commerce, wo sich neben dem Haus die Morge hinabstürzt in den See, pinseln sich Virginie Simon und Christelle Benet Flaggen auf die Wangen. Die eine die Tricolore, die andere ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Cousinen im Fußballfieber.
    Der Fasching des Fußballs
    In der Bar findet das Vorglühen statt, anschließend geht es hinunter an die Uferstraße in den Salle des Fêtes, wo sich Franzosen und Schweizer treffen und das Spiel gemeinsam auf einer Großbildleinwand schauen. Bezahlt werden kann in Franken oder Euro, die Beträge sind identisch. Ein kleines Bier drei Eurofranken, eine Bratwurst mit Salat acht. Diese Europameisterschaft war bislang überschattet von Streiks, Terrorangst und Hooliganexzessen, aber im Kleinen wie in diesem Zwillingsdorf, da lebt das Turnier. Es ist ein Fasching des Fußballs. Die Menschen sind phantasievoll verkleidet. Viele können sich nicht entscheiden, so wie der Kahlkopf, der sich beide Flaggen auf den Schädel gemalt hat und damit sicher kein Verlierer sein wird an diesem Abend. Ein alter Clown verteilt Luftballons. Kurz vor dem Anpfiff formiert sich die örtliche Blaskapelle „Les enfants des deux républiques“. Die „Kinder aus zwei Republiken“ spielen die Schweizer und die französische Hymne, und Dirigent Pierre-Antoine Marcais erzählt später bei einem Bier, dass seine Musikanten aus beiden Teilen kommen, „die Musik kennt ja sowieso keine Grenzen“, sagt er. Ähnlich verhalte es sich mit den Mitgliedern aus dem Ski- oder dem Ruderclub. Ein Verein, zwei Länder.
    Die Blaskapelle spielt
    Das Spiel beginnt. Mitten im Saal sitzen die beiden Bürgermeister, Gastgeberin Geraldine Pflieger für das französische St. Gingolph, und Bertrand Duchoud, der zu Fuß eingereist ist aus dem Spiegelbild im Schweizer Kanton Wallis. Auf dem Tisch steht eine Flasche Weißwein. Das eine Dorf hat 800 Einwohner, das andere 900, vielleicht 250 Nachbarn feiern jetzt in diesem Saal. Zerrissene Schweizer Trikots, ein platter Ball, die Einwechslung von Dimitri Payet bei den Franzosen, das sind die Höhepunkte dieses Null zu Null. Mit dem Abpfiff leert sich der Saal so schnell wie er sich gefüllt hatte. „Es war ein schöner Abend mit einem guten Ergebnis“, sagt Geraldine Pflieger, „aber wir hätten mehr Spaß gehabt, wenn ein paar Tore gefallen wären.“ Bertrand Duchoud ist auch zufrieden. Seine Schweizer haben das Achtelfinale erreicht, aber den Titel, das tippt er, „den wird England holen“.
    Dann ist er vorbei, dieser besondere Fußballabend in St. Gingolph am Genfer See. Einem von der Grenze gespaltenen Dorf, das irgendwie doch eins ist.

  • Hier noch ein paar Eindrücke aus St. Gingolphs, dem geteilten Dorf am Genfer See.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 7:51:29 AM
  • von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 7:51:17 AM
  • von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/20/2016 7:51:07 AM
  • Die Mannschaft ist gerade eben aus dem Quartier in Évian-les-Bains abgefahren und auf dem Weg zum Flughafen in Annecy. Morgen um 18 Uhr geht es für die deutsche Nationalelf im letzten Gruppenspiel gegen Nordirland um den Gruppensieg. Heute steht am späten Nachmittag im Pariser Prinzenparkstadion das Abschlusstraining auf dem Programm sowie eine Pressekonferenz mit Bundestrainer Joachim Löw, ein von der UEFA vorgegebener Pflichttermin. Entsprechend leer ist es heute im Pressezentrum des DFB in Évian, denn viele Kollegen sind auch schon auf dem Weg in die Hauptstadt. Wir reisen erst morgen per Bahn hinterher. Ich halte heute hier noch die Stellung.

  • Saint-Gingolphs: Beobachtungen in einem geteilten Dorf
    Durch St. Gingolphs am Genfer See verläuft die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Als die beiden Nationalteas der Länder am Sonntagabend bei der Europameisterschaft aufeinandertrafen, feierten die Bewohner aus St. Gingolphs en gemeinsames Fußball-Fest im Salle des Fêtes. Hier ein kleiner Einblick als Video. Später folgt auch ein Text über diesen so ungewöhnlichen Abend in einem ungewöhnlichen Ort.

  • Das Leben in der Männer-WG
    Fast zwei Wochen hausen wir jetzt schon in unserem Mietshaus hoch über dem Genfer See, und die Stimmung, doch, die Stimmung ist nach wie vor gut. So gut sogar, dass wir abends zum Essen gar nicht mehr aus dem Haus gehen, so wie bei früheren Turnieren oft, sondern selbst kochen. Oder den Grill anschmeißen. Was aufs Gleiche rauskommt. Es gab schon Spezialitäten vom Grill mit griechischem Salat. Spezialitäten vom Grill mit Tomaten-Mozzarella-Salat. Spezialitäten vom Grill mit Couscous-Salat. Langsam gehen uns nur die Rezepte für Salate aus.

  • Oliver Bierhoff über den Quartierort
    Im zweiten Teil der Pressekonferenz war Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zu Gast. Der Europameister von 1996, dem bei der Qualifikation für die WM 1998 im Spiel gegen Nordirland mit drei Toren innerhalb von sehs Minuten der bislang schnellste Hattrick der DFB-Geschichte gelang, analysierte die Lage rund um das Team. Irritiert zeigte sich der 48-Jährige, der seit 12 Jahren die Geschicke rund um die Nationalmannschaft lenkt, nach möglichen Geschäftsbeziehungen in den EM-Quartierort Évian-les-Bains: Bierhoff und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke standen 1997 in einem Werbespot für Danone vor der Kamera, dem französischen Lebensmittelkonzern gehört auch das Hotel in Évian, in dem die Mannschaft abgestiegen ist. "Null Kontakt, null Beziehung" habe es gegeben. Das Städtchen am Genfer See sei einfach eine "optimale Lösung" gewesen. "Wir sind super zufrieden, und für das Wetter können wir nichts". Einziger Wermutstropfen sei die etwa 75 Minuten lange Rückfahrt mit dem Bus nach den Spielen vom Flugplatz in Annecy zurück nach Evian. "Aber würden heute nichts anders machen."

  • Wort am Sonntag

    Thomas Müllers philosophische Betrachtung des Begriffs Fußballspiel

    Thomas Müller war Golfen, Mario Götze hat eine Fahrradtour gemacht - auch an ihrem gestrigen freien Tag haben die Nationalspieler Sport getrieben. Thema in der Pressekonferenz war natürlich auch heute die Diskussion um das Offensivspiel der deutschen Elf, kein Wunder bei der Besetzung auf dem Podium. Mario Götze nahm die Kritik gelassen: "Mal bist du der Hund, mal der Baum", sagte er, während Thomas Müller ebenfalls ein wenig mit der Beurteilung duch die Medien haderte. Klar, er habe noch nicht die Torerfolge gehabt, die auch er sich wünsche. Wenn das also die Messlatte für die Beurteilung einer Leistung sei, dann habe er die Erwartungen nicht erfüllt. Leider werde nicht "die gesamte Arbeit für die Mannschaft bewertet", so Müller, der in der Tat gegen Polen sehr engagiert nach hinten gearbeitet hat.
    "Wir sind nicht beunruhigt"
    "Manchmal wünsche ich mir ein bisschen mehr Objektivität", sagte er, aber auch "vorne ein bisschen mehr Durchschlagskraft. Aber wir werden Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Wir sind nicht beunruhigt". Gegen Nordirland am Dienstag in Paris (18 Uhr / Prinzenparkstadion) erwartet der 73-malige Nationalspieler eine Partie gegen einen sehr defensiv eingestellten Gegner: "Da werden elf Leute mit großem Teamgeist verteidigen", so der 26-Jährige vm FC Bayern München. "Es wird kein Spaziergang und kein Schützenfest." Aber nicht nur im Training, sondern auch im therotischen Teil der Vorbereitung, "werden wir ein paar Dinge erarbeiten", die schließlich zum Sieg und zum Gruppensieg führen sollen.
    "Ein Fußballspiel ist komplex"
    Tja, und dann fügte Thomas Müller eine fast noch philosophische Betrachtung an, eine Art Wort am Sonntag an: "Auch wenn man sich Gedanken macht, wie es am besten funktioniert, ist es immer noch ein Fußballspiel, in dem ein Gegner mitmacht. Nur weil man sich in der Theorie etwas überlegt, was am Reißbrett gut assieht, heißt das nicht, dass es in der Realität mühelos funktioniert", sagte Müller. "Ein Fußballspiel ist komplex. 22 Mann laufen hinter dem Ball her, da macht nicht jeder, was man erwartet. Auch der Ball springt nicht immer in die Richtung, in die man es will. Fußball ist mehr. Es macht den Reiz aus, "dass man vorher nicht weiß, wie es ausgeht".

  • Nach ihrem freien Tag sind die Nationalspieler wieder in das Training eingestiegen. Pünktlich zum Beginn um 11 Uhr begann es wieder zu regnen, ein Tag ohne Regen darf offensichtlich nicht sein in Évian-les-Bains, dieser Stadt des Wassers. Das komplette Team absolvierte die Einheit, auf dem Rasen hatten die Trainer einen Stangenwald aufgebaut, in dem die Mannschaft anfangs das Direktpassspiel übte. Nach 15 Minuten wurden die Tore für uns wieder geschlossen. Um 12.45 Uhr folgt die Pressekonfrenz.

  • Tor de France

    Die Schmach von Évian-les-Bains

    Im Anschluss an die launige Pressekonferenz mit dem Bundestrainer gab es doch noch eine allerletzte Frage, es war die wichtigste des Vormittags. Joachim Löw war schon auf dem Weg zum Ausgang, als sich ihm ein Kollege aus unserer Neun-Männer-WG mutig in den Weg stellte: Ob wir wohl am Abend den Kunstrasenplatz des DFB-Trainingszentrums für ein Fußballspiel nutzen dürften? Schließlich habe er den Nationalspielern frei gegeben, eine Kollision mit den stollenbeschuhten Treterbeinen der Journalisten sei also unmöglich. Joachim Löw musste nicht lange überlegen, er ist ja selbst ein Freizeitkicker, der sich mit seinen Freunden zuhause im Schwarzwald regelmäßig auf dem Fußballplatz trifft. Vor fünf Jahren haben wir in einer Hamburger Soccerhalle auch mal gegen das DFB-Trainer- und Betreuerteam gekickt. Das Spiel war intensiv, es wurde fleißig durchgewechselt, der einzige, der die komplette Stunde auf dem Feld gestanden hatte, war Joachim Löw. Also antwortete er: „Ja, klar.“ Am Abend schloss uns ein Wachmann das Tor zur DFB-Anlage auf. Unsere Hausgemeinschaft aus „SZ“, „Frankfurter Rundschau“, „Hamburger Abendblatt“, „Stuttgarter Zeitung“, „Berliner Morgenpost“ und „Main-Post“ verstärkte sich mit einem linken Verteidiger von „L’Équipe“, einem Mittelfeldspieler vom „Bonner Generalanzeiger“ und einem Stürmer von „Sport1“. Dazu verpflichteten wir eine Kollegin des Pay-TV-Senders „BeIN Sports“, die einmal in der ersten französischen Liga gespielt hat. Sie war unser bester Mann. Gegner war ebenfalls eine buntgemischte Journalistenauswahl. Was soll ich sagen? Ich vergab zwei Riesendinger. Wir verloren 3:6. Unser Teamchef war sauer. Am Ausgang standen zum Glück keine Reporter mit kritischen Fragen.

  • Abgang durch die Hintertür: Unsere Neun-Mann-WG verlor ein Freundschaftsspiel unter Journalisten mit 3:6 auf dem Kunstrasenplatz des DFB-Trainingszentrums. Noch am Abend gab es eine Krisensitzung im Haus am See. Wie es dazu kommen konnte, wie die Reaktionen ausfallen, welche Konsequenzen gezogen werden - mehr dazu später an dieser Stelle.
    Im Medienzentrum gibt es heute um 12.45 Uhr eine Pressekonferenz mit Oliver Bierhoff, Thomas Müller und Mario Götze.

  • Der Platz von Joachim Löw auf dem Podium der Pressekonferenz ist wieder leer. Einen Bericht über seinen launigen Auftritt heute Morgen gibt es hier:

    Sturm im Wasserglas

    Wie ein bestens gelaunter Bundestrainer Joachim Löw die Kritik an der Offensive weglächelt

    Irgendwann war auch sie beantwortet, die letzte Frage. Fast 45 Minuten hatte sich der Bundestrainer den Journalisten gestellt, länger als üblich, und nun, es herrscht bereits Aufbruchsstimmung, rückt sich Joachim Löw doch noch mal das Mikrofon zu recht. Dieser letzte Jux muss sein. „Morgen beim Training liegt der Schwerpunkt auf dem gleichen Thema wie bei dieser PK“, sagt er, blickt kurz zu den Reportern und schiebt dann die Auflösung hinterher: „Auf der Offensive“. Löw schmunzelt und sieht aus, als freue er sich selbst am meisten über seinen Witz. Der Schlusspunkt verdichtet diese morgendliche Fragestunde auf perfekte Weise. Im Laufe seiner nun zehn Jahre währenden Amtszeit hat der Bundestrainer beständig sein Profil geschärft, die Erfolge haben ihm Sicherheit gegeben, und seit dem WM-Titel, so scheint es, bringt ihn nun gar nichts mehr aus der Ruhe. Am wenigsten die Debatte um den deutschen Angriff, die nach zwei Spielen ohne Stürmertor ein paar sanfte Wellen schlägt hier am Gestade des Genfer Sees.
    Spieler haben frei
    Selten war Joachim Löw bei einer Pressekonferenz so gelöst, so gesprächig wie bei diesem Auftritt im Halbzeitformat in Évian-les-Bains. Klar, er hatte im Spiel gegen Polen „schonn au“ registriert, dass das Kombinationsspiel seines Kreativvierecks aus Götze, Müller, Özil und Draxler oft im Ansatz erstickte. Dynamik, Überraschendes, Geschwindigkeit – all das wurde im letzten Drittel der Rasenfläche vermisst. „Wir haben fast keine Chancen herausgespielt“, sagt Löw. Es habe auch keine „Investition in Laufwege“ stattgefunden, wie er die mangelhafte Bewegung etwas sperrig kritisiert, aber davon eine Krise im Angriff abzuleiten? Das fällt Joachim Löw gar nicht ein. „Das ist kein grundsätzliches Problem“, sagt der Bundestrainer, „sondern ein Ansatz für den Trainingsplatz.“ Am Samstag hat er seinen Spielern erstmal frei gegeben. Auch das ist eine Antwort. Für ihn ist die Kritik ein Sturm im Wasserglas.
    Löws Selbstsicherheit
    Er kennt das ja. Diese Aufgeregtheiten. Das Pushen eines Themas. Diese maximale Beobachtung bei einer Europameisterschaft. Er kennt das, und er mag das. Erst dieser Tage hat der Teampsychologe Hans-Dieter Hermann die Fähigkeit Löws betont, ruhiger zu werden, je mehr es auf die Herausforderung zugeht: „Er verarbeitet Druck eher nach innen“, sagte Hermann. „Er weiß, dass er sich auf sich verlassen kann, wenn’s drauf ankommt, weil er das schon mehrfach erlebt hat.“ Löw, der Turniertrainer. Vor dem Halbfinale war noch nie Schluss für ihn.
    Also sieht der Bundestrainer keinen Grund für eine Kurskorrektur, er ist von den Fähigkeiten seiner Spieler überzeugt. Dass die Nationalelf keine Trickser wie vielleicht der FC Bayern mit Franck Ribéry und Arjen Robben oder der FC Barcelona mit Lionel Messi und Neymar habe, ist nicht neu. „Wir haben keine Eins-gegen-Eins-Spieler, wir haben Passspieler“, so der 56-Jährige, „hervorragende Passspieler“. Er formulierte dies nicht als Kritik, sondern eher als Auftrag an den Ausbildungsbetrieb Bundesliga. Früher, als er angefangen habe, da sei auch das Passspiel in Deutschland „ein Desaster“ gewesen. Heute habe man Akteure wie Kroos, Özil und Götze, die mit einem Pass fünf, sechs Gegner überspielen könnten.
    "Wir werden Gruppensieger"
    Auch wenn Löw die Nordiren als „durchaus gefährlich“ einstuft, so stellte er vor dem Gruppenfinale am Dienstag in Paris (18 Uhr/Prinzenparkstadion) doch ungewöhnlich forsch klar: „Wir werden gewinnen. Wir werden Gruppensieger.“ Derzeit rangiert das DFB-Team (vier Punkte) zusammen mit den punktgleichen Polen aufgrund der besseren Tordifferenz auf Rang eins. Leichte Veränderungen im Team könnte es geben, kündigte der Bundestrainer an, ohne jedoch konkret zu werden. Unwahrscheinlich scheint, dass einer der Jungen wie Leroy Sané oder Joshua Kimmich in der Startformation stehen werden, weil es für sie eine „besondere Drucksituation“ sei. Möglich, dass André Schürrle auf der linken Seite den Vorzug vor Julian Draxler erhält. Vielleicht rückt auch Bastian Schweinsteiger auf die Sechserposition neben Sami Khedira und Toni Kroos bringt seine genialen Fähigkeiten der Ballverteilung dafür weiter vorne zum Einsatz. Der Bundestrainer, das ist die Botschaft dieses Morgens, schenkt seinem Stammpersonal im Angriff das Vertrauen. Mario Götze, Thomas Müller, Mesut Özil, sie müssen es jetzt nur noch zurückzahlen.

  • Showkochen mit Holger Stromberg
    Das Pressezentrum in Évian ist gerade zu einer Küche umfunktioniert worden. Holger Stromberg, der Mannschaftskoch der Nationalelf, bruzzelt hier gerade Lachs, schnippelt Gemüse und erzählt lautstark über die Essgewohnheiten der Kicker. Bekomme langsam Hunger.

  • Joachim Löw 40 Minuten im Fragenhagel
    So aufgeräumt, so locker, so gut gelaunt haben wir Joachim Löw selten erlebt auf einer Pressekonferenz. Ein Espresso - und dann ging's los. 40 Minuten Fragenhagel, und der Bundestrainer hatte auf alles eine Antwort. Die Zusammenfasung in Schlagworten lautet so: Gegen Polen haben die Laufwege in der Offensive nicht gepasst, Jérôme Boatengs Kritik war richtig, Deutschland wird Gruppensieger, gegen Nordirland kann es Veränderungen im Team geben, es fehlen in Deutschland Eines-gegen-Eins-Spieler.

  • von Achim Muth / MAIN-POST via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/18/2016 7:05:37 AM
  • Unser Chef-Reporter Achim Muth gibt in diesem Video-Trailer Einblicke in die erste Woche mit der Nationalmannschaft in Evian:
    Klicken Sie hier, um das Facebook-Video zu sehen
  • Flüchtlingshelfer aus Mainfranken im Stade de France

    Würzburg/Paris Ein unvergessliches Erlebnis war die Paris-Reise zum EM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Polen im Stade de France für die Gewinner unserer Aktion „Flüchtlingshilfe“. „Es war ein beeindruckender Abend mit einer gigantischen Atmosphäre“, sagen Christine und Christian Schwab aus Nassach (Lkr. Haßberge). Auch Kathrin und Martin Falger aus Kürnach (Lkr. Würzburg) waren begeistert: „Es ist toll, solch ein Spiel mal so hautnah erleben zu dürfen.“ Die Unterfranken duften stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer aus der Region nach Paris reisen. Neben dem Fußballspiel standen auch die Sehenswürdigkeiten der französischen hauptstadt auf dem Programm. „Mit der Aktion möchten einfach mal Danke sagen für das große ehrenamtliche Engagement in der Region Mainfranken“, so Main-Post-Chefredakteur Michael Reinhard und Volkhard Bauer, Chef des Reiseunternehmen Khayamedia, die die Aktion gemeinsam initiiert hatten. Unser Bild zeigt von links vor dem Stade de France: Christian und Christine Schwab sowie Kathrin und Marting Falger. Rechts Sebastian Schmitt von Khyamedia.

  • La Abwehr

    Nach dem 0:0 gegen clever verteidigende Polen steht die deutsche Offensive in der Kritik

    Paris In den wenigen Tagen dieser Europameisterschaft ist eine kleine Kluft entstanden in der deutschen Nationalelf. Ein feiner Haarriss nur, aber das Missverhältnis zwischen starker Abwehr und schwachem Sturm, es tritt deutlich zu Tage. Das DFB-Team spielte zweimal zu null, aber in der Offensive, der Herzkammer des deutschen Spiels, krankt es. Schon beim 2:0-Auftaktsieg gegen die Ukraine waren es Abwehrspieler Shkodran Mustafi und der spät eingewechselte Bastian Schweinsteiger, die die Tore erzielen mussten. Götze? Müller? Özil? Draxler? Fehlanzeige.
    Aus „La Mannschaft“ wird so „La Défense“ – die Abwehr. Auch, weil Bundestrainer Joachim Löw nach einem Jahr mit auffallend vielen Gegentoren nun jenen Modus ausgegeben hat, der gemeinhin als Erfolgsformel bei Turnieren gilt: Die Null muss stehen.
    Kritik von Boateng
    Gegen die starken Polen, die mit Leidenschaft und großem Kampf bis zuletzt dagegenhielten, war jedoch die Flaute im Sturm fast eklatant. Jérôme Boateng, der sich mehr und mehr zu einer Art Teamführer aufschwingt, ging deshalb in Paris noch auf dem Feld in den Disput mit den kreativen Köpfen. Einmal haderte er auffällig intensiv mit Thomas Müller, und hinterher, in den Katakomben dieser eleganten Schüssel, die wie ein Ufo im Stadtteil St. Denis parkt, war es wieder Boateng, der die Kritik am deutlichsten formulierte: „Wir können froh sein, dass wir 0:0 gespielt haben“, sagte der Innenverteidiger, der erneut eine starke Leistung bot. „Wir müssen mal zum Abschluss kommen. Wir spielen bis ins letzte Drittel sehr gut, aber dann kommen wir nicht am Gegner vorbei, werden nicht gefährlich. Das müssen wir verbessern, sonst kommen wir nicht weit.“ Mehr laufen, aggressiver sein, Zweikämpfe gewinnen, das gab er seinen Vorderleuten noch mit auf dem Weg.
    Mats Hummels, der nach einer auskurierten Wadenverletzung sein Comeback gab und nach anfänglichen Wacklern der Abwehr wahrnehmbare Stabilität verlieh, schlug ausgleichende Töne an: „Gut verteidigen ist einfach als gut anzugreifen“, sagte Hummels. Aber auch er benannte klar das Problem: „Wir hätten heute in der Offensive deutlich besser agieren müssen, oder können, wie auch immer. Wir haben es echt verpasst, uns Chancen rauszuspielen – das könne wir viel besser.“ Der Neu-Bayer sieht Luft nach oben, denn: „Sollten wir schon am Maximum stehen, sind wir nicht bis zum Finale dabei.“
    Was ist los mit den Wirblern?
    Was also ist los mit den weltmeisterlichen Wirblern? Bisweilen entstand in Paris das Gefühl, die deutschen Angreifer nehmen sich selbst den Raum, machen das Spiel unnötig eng. Die Laufwege passen nicht. Das gefürchtete Kombinationsspiel der Hochbegabten, es kam gegen die gut verteidigenden Polen nicht zustande. „Der Esprit und ein zündender Gedanke haben gefehlt“, sagt Thomas Müller, der bei diesem Turnier bislang so seltsam glücklos wirkt und bislang ohne echte Chance geblieben ist. „Wir sind nicht das letzte Risiko gegangen“, so der Münchner. Aber die Mannschaft arbeite sehr gut zusammen, „die Basis, um erfolgreich zu sein, die ist da“. Für Mesut Özil, der erst gegen Ende des Spiels ein wenig aus der Versenkung aufgetaucht ist, liegt die Antwort beim Gegner: „Die Polen stehen mit 20 Mann hinten drin, da ist es normal, dass du Schwierigkeiten hast.“
    Kein Anlass zur Sorge?
    Tatsächlich besteht auch noch kein wirklicher Anlass zur Sorge. Im zweiten Gruppenspiel hat die deutsche Elf fast schon traditionell Schwierigkeiten, auch vor zwei Jahren gab es in Brasilien ein zähes 2:2 gegen Ghana. Schon mit einem souveränen Sieg gegen Nordirland am Dienstag könnte das Thema zur Scheindebatte verkommen. Bundestrainer Joachim Löw wird deshalb kaum größere Umbauarbeiten an seiner Elf vornehmen. Das Achtelfinale ist dem Team kaum zu nehmen, eine Leistungssteigerung des Titelfavoriten sollte dennoch bald erkennbar sein. „Unser Ziel ist es, mehr Chancen herauszuspielen und effektiv zu sein“, sagte Özil, „Das werden wir in den nächsten Tagen trainieren.“ Und nach einem Sieg gegen den EM-Neuling, so glaubt er, „ist alles wieder gut“.
  • Paris war eine Reise wert, hier ein Bild vom Place d'Italie, wo wir untergebracht waren. Mal etwas Abwechslung vom betulichen Évian-les-Bains. Schön war auch, dass alles friedlich geblieben ist rum um das Fußballspiel. Jetzt sind wir wieder zurück im Quartierort am Genfer See und den Blog wieder mit Material befüllen. Hier schon mal ein Gespräch mit Thomas Müller, das aus seinen Aussagen in der Mixed Zone im Stadion entstanden ist:

    „Wir haben keine Eins-gegen-Eins-Spieler“

    Thomas Müller spricht nach dem 0:0 gegen Polen über die Probleme in der Offensive

    Thomas Müller wartet noch immer auf sein erstes Tor bei einer Europameisterschaft. Der Offensivspieler des FC Bayern München stellte sich nach dem 0:0 gegen Polen in Paris den Fragen der Reporter in der Mixed Zone des Stade de France.

    Wie fällt Ihre Analyse aus?

    Thomas Müller: „Der Punkt ist in Ordnung. Wir haben gezeigt, dass unsere Basis, um erfolgreich zu sein, da ist. Wir arbeiten als Mannschaft gut zusammen, hauen uns rein. Einsatz und Zusammenhalt sind bei jedem einzelnen zu sehen und zu spüren. Aber es hat heute einfach gegen gut verteidigende Polen der letzte Esprit gefehlt, der letzte zündende Gedanke. Deshalb sind wir nicht 100-prozentig zufrieden. Direkt nach dem Spiel, knabbert das an einem.

    Sie haben auch noch kein Tor erzielt . . .

    Müller: „Mich stört gar nicht, dass ich bei der EURO noch kein Tor geschossen habe, sondern dass ich die letzten zwei Spiele keine wirkliche Tormöglichkeit gehabt habe. Wir müssen darauf hinarbeiten, dass unsere Laufwege, unsere Kombinationen wieder zu Chancen führen. Wir müssen Lösungen suchen. Natürlich ist der Gegner nicht ganz unbeteiligt. Aber es werden auch wieder andere Gegner kommen, die nicht nur auf verteidigen und kontern spezialisiert sind.

    Wie kann man Lösungen finden?

    Müller: „Wir müssen in die Analyse gehen. Schauen, was uns gefehlt hat und das im nächsten Spiel dann besser machen. Das letzte Risiko sind wir heute nicht gegangen.“

    Woran liegt das?

    Müller: „Gegenfrage: Was denkst du?“

    Vielleicht, weil Sie so viel defensiv denken?

    Müller: „Das ist ja auch wichtig, daran arbeiten wir auch viel. Wir haben zweimal zu Null gespielt. Wenn man Turniere gewinnen will, ist das das A und O. In der Offensive haben wir in Deutschland gegen Abwehrbollwerke nicht den Eins-gegen-Eins-Spieler, wie wir ihn beim FC Bayern haben. So ein Spieler fehlt vielleicht, aber den können wir uns in Deutschland nicht herzaubern. Deshalb müssen wir es mit Kombinationsspiel versuchen. Da fehlte aber der letzte Pass.“

    Sind Sie überrascht, dass bei der EM so wenig Tore fallen?

    Müller: „Hier haben alle Mannschaften körperliches und taktisches Verständnis. Es ist nicht mehr so wie vor 20 Jahren, dass kleinere Länder fußballmäßig hinten sind. Die haben alle Trainer, die sich fortbilden und eine Ahnung davon haben, wie man Ergebnisse einfahren kann. Eine EM ist für keine Mannschaft ein Spaziergang. In Europa ist die defensive Disziplin höher als bei Mannschaften aus Südamerika oder Afrika.“

    Nervt es, dass so viele Mannschaften gegen Euch hinten drin stehen?

    Müller: „Kann man so sagen. Aber es hilft nichts, sich darüber zu beklagen. Es ist legitim.“

    Fehlt Ihnen im Moment ein wenig das Glück?

    Müller: „Ich weiß nicht, ob das Glück fehlt. Es ist grundsätzlich so, dass wir uns als Mannschaft zu wenige Torchancen herausarbeiten, und deshalb habe eben auch ich zu wenig Tormöglichkeiten.“

  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 11:04:57 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 11:03:38 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 11:03:00 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 11:02:13 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 11:00:52 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:59:46 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:58:54 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:58:02 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:57:30 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:56:37 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:55:52 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:55:19 AM
  • von Roland Schmitt-Raiser via Mediengruppe Main-Post GmbH & Co KG 6/17/2016 10:50:40 AM
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