US-Präsidentschaftswahl 2016

US-Präsidentschaftswahl 2016

Bereits mit Öffnung der ersten Wahllokale, am Dienstag, 8. November, berichtet dpa-live in Echtzeit. Bis zur endgültigen Entscheidung gibt es rund um die Uhr aktuelle News & Infos, Hintergründe, Videos, Grafiken sowie die Highlights aus den sozialen Medien.

  • Das «Wall Street Journal» gibt Donald Trump noch drei Wochen Zeit, um seinen angeschlagenen Präsidentschaftswahlkampf zu reparieren. Entweder komme Trump bis zu Labor Day (das ist der 5. September) wieder auf Kurs, oder die Republikaner hätten keine andere Chance, als ihren Kandidaten abzuschreiben und zu sehen, dass die Bewerber für Senat und Abgeordnetenhaus nicht mit ihm untergingen. In einem galligen Kommentar schreibt das konservative Blatt, es sei kaum zu fassen, wie sehr Trump auf ganzer Linie in einem Wahlkampf versage, der gegen die Demokraten eigentlich so gute Chancen biete.



  • Hillary Clinton baut ihr Wahlkampfteam in Georgia massiv aus. Seit dem Sieg ihres Mannes Bill 1992 haben die Demokraten den Bundessstaat nicht mehr für sich holen können, jetzt sehen letzte Umfragen Clinton vorne. Dafür gibt es drei Gründe: Donald Trumps schlechten Lauf, demografische Veränderungen und Trumps oft gegen Minderheiten gerichtete Kampagne. Während Trump bisher nur wenige Mitarbeiter in Georgia hat, wird Clinton ihr bereits großes Team nochmals kräftig verstärken.



  • Donald Trump fordert, Einwanderer einer Gewissensprüfung zu unterziehen. Sie müssten «extrem» getestet werden und beweisen, dass sie die Verfassung der Vereinigten Staaten lieben. Und wenn er Präsident sei, werde er sein Außenministerium anweisen, diejenigen Regionen in der Welt zu definieren, aus denen nicht einmal diese Tests ausreichend seien und insofern Migration in die USA nicht möglich sei. 

  • Donald Trump hat die deutsche Flüchtlingspolitik als abschreckendes Beispiel bezeichnet und seine Rivalin Hillary Clinton mit Kanzlerin Angela Merkel verglichen. «Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist», sagte der Republikaner während einer Wahlkampf-Rede zu den Themen Terrorismus, Sicherheit und Einwanderung in Youngstown. «Die Kriminalität ist auf ein Niveau gestiegen, das niemand geglaubt hat, je zu sehen.» Die USA hätten genug Probleme, ohne sich durch die ungezügelte Aufnahme syrischer Flüchtlinge weitere aufzubürden.


    Will Hillary Clinton die Angela Merkel der USA werden? Donald Trump ist sich jedenfalls sicher. Foto: Michael Kappeler, dpa/Archiv
  • Angela Merkel ihrerseits  will sich nach Angaben des Bundespresseamts (BPA) nicht zu dem Vergleich Trumps äußern. Das BPA verweist auf die Sommerpressekonferenz der Kanzlerin, in der sie am 28. Juli deutlich gemacht hatte, dass sie sich aus dem Wahlkampf ums Weiße Haus heraushalten will. «Ich mische mich in den inneramerikanischen Wahlkampf nicht ein», hatte sie gesagt und ergänzt: «Ich verfolge das mit Interesse. Und dann werden wir den Ausgang der Wahlen abwarten.» 

  • Rudy Giuliani, republikanischer Ex-Bürgermeister von New York, hat den 11. September 2001 «vergessen». Am Rande einer Rede von Präsidentschaftskandidat Donald Trump sagte er: «Während der acht Jahre vor Obama hatten wir keine erfolgreichen radikal-islamischen Terroranschläge in den Vereinigten Staaten.» 

    Die Anschläge der Terrororganisation Al-Kaida ließ er somit kurzerhand unter den Tisch fallen. Diese ereigneten sich keine acht Jahre vor Obamas Wahl zum Präsidenten und somit noch zur Zeit seines republikanischen Vorgängers George W. Bush. Besonders pikant: Damals war auch Giuliani selbst Stadtoberhaupt in New York. 

  • Donald Trump wird heute sein erstes Briefing der Geheimdienste erhalten, berichten das «Wall Street Journal» und andere US-Medien. Solche Briefings sind für Bewerber um das Weiße Haus üblich. Trumps anstehende Einweisungen werden kritisch gesehen: Die Sorge ist, dass er vertrauliche Informationen nicht für sich behalten könnte. Auch Trumps Sympathien für Russland und die engen Verbindungen seines Wahlkampfleiters zur früheren Regierung der Ukraine haben das Vertrauen in seine Verschwiegenheit zuletzt nicht erhöht. Wegen ihrer E-Mail Affäre wird aber auch Hillary Clinton vorgeworfen, nicht angemessen mit Regierungsinformationen umzugehen.

  • Der republikanische Präsidentschaftskandidat sorgt erneut mit einer umstrittenen Personalie für Aufsehen: Einem Bericht der «New York Times» zufolge nimmt er den früheren Chef des konservativen Senders Fox News in sein Beraterteam auf, Roger Ailes. Ailes soll Trump auf die bevorstehenden drei Fernsehdebatten mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton vorbereiten. Ailes hatte bereits für die republikanischen Präsidenten Ronald Reagan und George Bush senior im Wahlkampf gearbeitet. Der 76-Jährige musste erst vor wenigen Wochen abtreten, nachdem ihm mehrere Kolleginnen sexuellen Missbrauch vorgeworfen hatten. 



  • Eine «epische Implosion» nennt es die «Vanity Fair», und für Donald Trump scheint sie sich bis auf Weiteres fortzusetzen: Nach einer jüngsten Erhebung der Monmouth University liegt er im hart umkämpften Bundesstaat Florida nun neun Punkte hinter seiner Konkurrentin Hillary Clinton (48-39). In anderen dieser besonders wichtigen «Swing States» wie Colorado und Virginia ist Trump sogar zweistellig hinten. Um Präsident zu werden, muss er mindestens zwei der Staaten für die Republikaner holen, die Barack Obama vor vier Jahren gewonnen hatte.

  • Getrieben von miserablen Umfragewerten baut Donald Trump sein Wahlkampfteam weiter um. Jetzt holt er den bisherigen Chef der radikal-konservativen Website «Breitbart News» ins Boot, Stephen K. Bannon.

    Bannon hat sich mit regelrechten Feldzügen gegen die Clintons und das Establishment der Republikaner einen Namen gemacht. Zuletzt bestärkte er Trump wiederholt in seinem aggressiven und oft nationalistischen Kurs. Das «Bloomberg Magazine» beschrieb Bannon 2015 als einen der gefährlichsten politischen Strategen der USA


    Foto: Shawn Thew, epa/dpa/Archiv
  • Aus der eigenen Großartigkeit hat Donald Trump nie ein Geheimnis gemacht. Doch damit eines seiner großen Talente im Wahlkampf nicht gänzlich vergessen wird, hat das Magazin «Vanity Fair» noch einmal eine Selbsteinschätzung des umstrittenen Politikers aus dem Jahr 2004 aus dem Archiv gekramt. Damals beantwortete der Immobilienmogul den Fragebogen nach Marcel Proust. Auf die Frage, welche seine Lieblingsschriftsteller seien, antwortete Trump: «Es gibt so viele großartige, ich kann sie gar nicht alle aufzählen. Doch einer der Besten ist einer der größten Verkaufsschlager - ich selbst.» Trump hatte unter anderem Ende der 80er Jahre den autobiographischen Ratgeber «The Art of the Deal» veröffentlicht, der es bis auf die Bestsellerliste schaffte. 



  • Donald Trumps Wahlkampfteam dementiert, dass der frühere Fox-Spitzenmann Roger Ailes den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner beraten wird. «Die beiden sind langjährige Freunde, aber er hat weder eine formelle noch eine informelle Rolle in der Kampagne», erklärt Trump-Sprecherin Hope Hicks in der «Washington Post». Auch Ailes' Anwältin Susan Estrich weist die Berichte zurück: «Ich habe das mit Roger geklärt, und es stimmt nicht», zitiert das Blatt sie.

  • Der Republikaner Donald Trump will sich im Falle seiner Wahl zum Präsidenten bei seinen Entscheidungen nicht voll auf die US-Geheimdienste verlassen. Sie hätten in der Vergangenheit zu schlechte Entscheidungen getroffen, sagte er dem US-Sender Fox. Trump hatte zuvor das erste von einer Serie von Briefings mit geheimen Informationen erhalten, die er als US-Präsident brauchen würde. Seine Kontrahentin Hillary Clinton wird gleichfalls informiert.



  • Alle Bemühungen seiner Wahlkampfmitarbeiter, Donald Trump zur Mäßigung seines Tons zu bewegen, waren vergeblich. Stattdessen beschloss der Immobilien-Tycoon nun, sein Kampagnenteam ganz neu aufzustellen.  (...) Die Botschaft dieser Reorganisation ist deutlich: «The Donald» hat keineswegs vor, sich zu mäßigen. Quellen aus dem Team zufolge fühlte Trump sich in den vergangenen Wochen «eingezwängt und kontrolliert» durch Menschen, die er kaum kennt. Nun wird also «Let Trump be Trump» (Lasst Trump Trump sein) zum Mantra seiner seiner Wahlkampagne.

     Die niederländische Zeitung «De Telegraaf» zum Wahlkampf von Donald Trump. 

  • Das tiefe Unbehagen, das Trump unter den Republikanern ausgelöst hat, nimmt kein Ende. Und obwohl der Magnat versprochen hatte, sich im Wahlkampf zu zügeln, hört seine verbale Eskalation nicht nur nicht auf, sondern wird immer schlimmer. (...) In einer jüngsten Umfrage meinten 20 Prozent der zur Wahl eingeschriebenen Republikaner, Trump solle das Wahlrennen aufgeben. Die Demokraten tun aber 80 Tage vor dem Urnengang am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November gut daran, sich nicht auf ihren Umfragevorsprung zu verlassen. Der Populismus hat bekanntlich keine Grenzen. Und die geringe Empathie, die Hillary Clinton beim Volk weckt, ist natürlich alles andere als eine Siegesgarantie. So sehr Donald Trump auch für die eigene Niederlage kooperiert.

    Die liberale spanische Zeitung «La Vanguardia» zu den Problemen von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump.

  • Die Präsidentschaftskandidatin der US-Grünen, Jill Stein, ist in der Republikaner-Hochburg Texas nicht sonderlich beliebt. Harambe, ein Gorilla, der nach einem Unfall im Zoo von Cincinnati getötet werden musste, kam bei einer Umfrage mit zwei Prozent auf den gleichen Stimmenanteil wie Stein. Der fiktive Präsidentschaftskandidat Deez Nuts, eine Satirefigur, landete mit drei Prozent sogar noch vor der Grünen-Politikerin. 



  • Hier eine Erklärgrafik zum Ablauf der Präsidentenwahl in den USA:


    Grafik: S. Stein/F. Bökelmann
  • Es ist irreführend, Trump nur als «White Trash»-Kandidaten zu sehen. Als Journalisten im Vorwahlkampf von seinen Auftritten in den Südstaaten berichteten, waren im Fernsehen viele weiße Männer in T-Shirts, Jeans und mit Trucker-Hüten zu sehen. Reporter sind Teil der Elite: Sie haben das Publikum als «white trash» bezeichnet, manche sprachen von der «Rache der Unterschichten». Wählerdaten zeigen aber, dass Trump-Anhänger im Schnitt reicher sind als jene von Hillary Clinton oder Bernie Sanders. Seine Hauptbotschaft ist die Ablehnung von Freihandel (...) und ein Hass auf jene «politische Korrektheit», die gut ausgebildete Liberale angeblich allen aufzwingen. 

    Die Historikerin Nancy Isenberg von der Louisiana State University in der «Süddeutschen Zeitung».

  • Die Republikaner im US-Kongress wollen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wegen Meineides belangen. Zwei republikanische Abgeordnete hätten sich schriftlich an den Staatsanwalt in Washington gewandt und detailliert dargelegt, wie Clinton Falschaussagen gemacht habe, berichtet das Magazin «The Hill». Hintergrund ist die E-Mail-Affäre der ehemaligen Außenministerin. Clinton hatte dienstliche Nachrichten über einen privaten, ungesicherten Server laufen lassen. Sie bestreitet, dass es sich dabei um sensible Informationen gehandelt hat. Dies ist aus Sicht der Republikaner nicht haltbar.


    Foto: Justin Lane, epa/dpa
  • Manchmal, in der Hitze der Debatte, und wenn man über viele Dinge gleichzeitig spricht, wählt man nicht die richtigen Worte, oder man sagt das Falsche. Das ist mir passiert. Und glaubt es oder nicht, ich bereue das

    Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat North Carolina
  • Trump ganz sanft? Am Tag nach dem Umbau seines Teams überraschte der sonst so aggressive Kandidat mit einem ungewohnten Eingeständnis: «Manchmal, in der Hitze der Debatte, und wenn man über viele Dinge gleichzeitig spricht, wählt man nicht die richtigen Worte, oder man sagt das Falsche. Das ist mir passiert. Und glaubt es oder nicht, ich bereue das», sagte Trump in North Carolina. Trump hatte oft gesagt, Fehler zuzugeben sei eine Schwäche. Trump hatte am Vortag Steve Bannon als neuen Leiter seines Wahlkampfteams eingestellt, außerdem Umfragespezialistin Kellyanne Conway. Sein jüngster Auftritt könnte nun bereits ihre Handschrift getragen haben.

  • Donald Trump mag derzeit in allen wichtigen US-Staaten und auch landesweit zurückliegen - der bekannte Wahlblog «538» von Nate Silver warnt trotzdem davor, das Rennen schon als entschieden zu betrachten. Zwar habe seit 1952 kein Kandidat, der zu diesem Zeitpunkt so weit geführt habe, danach noch das Rennen verloren. Dennoch könne sich in den verbleibenden gut 80 Tagen noch viel tun. «Viele Umfragen sind noch wackelig», heißt es bei «538». Die Wirtschaftsdaten bis November spielten eine Rolle, vielleicht halte auch Wikileaks für Hillary Clinton eine Oktoberüberraschung bereit. «Trump ist ganz klar der Underdog, aber es nicht unmöglich für ihn, dass er gewinnt.»



  • Der Brexit hat die Märkte überrascht und er wird wahrscheinlich für eine Delle in der Wirtschaft sorgen. Langfristig jedoch gibt es viele Möglichkeiten, dass er zu einer Stärkung des Wachstums führt, wenn man davon ausgeht, dass fähige Politiker in London und Brüssel offen und ehrlich miteinander umgehen. Ein US-Präsident Trump hingegen wäre ein unberechenbarer Joker. Seine erklärten Ziele könnten ausländische Volkswirtschaften - und auch seine eigene - derart schädigen, dass das größte geopolitische Risiko dieses Jahres erst noch bevorsteht. Sollte er wirklich an die Macht kommen und einige seiner Vorstellungen umsetzen, würde der Ausruf «It's the economy, stupid!» («Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf!») rasch eine ganz neue Bedeutung bekommen.

    Die Londoner Zeitung «The Telegraph» zu wirtschaftspolitischen Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

  • Donald Trump gibt sich siegesgewiss - trotz schlechter Umfragewerte. Auf Twitter schreibt er: «Bald werden sie mich Mr. Brexit nennen!» und spielt damit auf den unerwarteten Erfolg der EU-Austritts-Befürworter an. Einen ähnlichen Überraschungssieg strebt Trump bei den Präsidentschaftswahlen wohl auch an. Trump hatte den Briten nach dem Brexit-Votum Ende Juni gratuliert. «Im Grunde haben sie sich ihr Land zurückgeholt. Das ist eine großartige Sache», sagte Trump damals.



  • Paul Manafort, umstrittener Leiter von Donald Trumps Wahlkampfteam, ist zurückgetreten. Das bestätigt der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner in einer Mitteilung. Er danke Manafort für seine großartige Arbeit, vor allem während des Parteitages, erklärt Trump. Manafort stand zuletzt wegen Berichten über finanzielle Verstrickungen in der Ukraine unter erheblichem Druck. In dieser Woche hatte Trump als neue Spitze des Wahlkampfteams Stephen Bannon installiert. Manafort sollte als eine Art Chefstratege an Bord bleiben. Sein Rücktritt ist ein weiterer Beleg für die anhaltenden Turbulenzen, in denen Trumps Team steckt.


    Rücktritt: Paul Manafort. Foto: Justin Lane, epa/dpa/Archiv
  • Manafort war erst im März an Bord des Trump-Teams geholt worden und stand seit April an dessen Spitze. Manafort ist seit Jahrzehnten umtriebiger Lobbyist in der internationalen Politik. Er arbeitete als Berater unter andern für den 2014 gestürzten Ex-Präsidenten der Ukraine Viktor Janukowitsch, den früheren philippinischen Machthaber Ferdinand Marcos und den angolanischen Rebellen Jonas Savimbi.


    Manafort wurde laut einem Bericht der «New York Times» 22 Mal in einer Liste «schwarzer Konten» einer prorussischen Partei in der Ukraine genannt. Ihm sollten laut geheimer Dokumente insgesamt 12,7 Millionen US-Dollar (rund 11,4 Millionen Euro) gezahlt werden, hatte die Zeitung unter Berufung auf die ukrainische Antikorruptionsbehörde berichtet. Es ist unklar, wofür das Geld sein sollte und ob es gezahlt wurde. Zuletzt gab es weitere Berichte über pro-russische Verstrickungen Manaforts.



  • Die US-Demokraten wollen Donald Trump gesetzlich zwingen, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Die Senatoren Ron Wyden und Chris Murphy wollen Anfang September ein Gesetz in den Kongress einbringen, das eine solche Offenlegung für alle Präsidentschaftskandidaten ab sofort verpflichtend machen würde, also noch vor der Wahl am 8. November. Der Milliardär Trump weigert sich seit Monaten, seine Steuererklärung zu veröffentlichen, so wie es für Präsidentschaftskandidaten üblich ist. Die Demokraten versprechen sich neben einem Einblick in Trumps nahe Null vermutete Steuerlast auch Einblicke in womöglich brisante Investitionen Trumps in Russland.



  • Donald Trump hat den ersten TV-Werbespot seines Wahlkampfes veröffentlicht. In dem 30 Sekunden langen Video wendet sich der Republikaner deutlich gegen eine weitere Immigration von Ausländern. Hillary Clinton, Trumps demokratische Gegenkandidatin, stehe für gefährliche Einwanderung, die die Sicherheit und finanzielle Stabilität der USA gefährdeten. Das System bleibe gegen Amerikaner gerichtet, syrische Flüchtlinge würden ins Land strömen. «Donald Trumps Amerika ist sicher», heißt es in dem Spot. Tatsächlich nehmen die USA nur eine verschwindend geringe Zahl von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien auf.

    YouTube | by Team Trump
  • Donald Trump mangelt es weitgehend an Disziplin. Er kann der Versuchung nicht widerstehen, Gegner hart persönlich anzugreifen und in der Folge ganze Wählergruppen zu beleidigen. Das Umschwenken zu einem Stil, der eines Präsidenten würdig ist, das einige Beobachter vor zwei Monaten voraussagten, ist bislang ausgeblieben. Mit der jüngsten Reorganisation seiner Wahlkampfleitung scheint eine kurze Periode mit einem etwas weniger aggressiven Ton schon wieder vorüber zu sein.In der amerikanischen Politik gilt die simple Faustregel: It ain't over till it's over (es ist solange nicht vorbei, bis es vorbei ist). Bis zum 8. November sind es noch rund elf Wochen. Da können noch Leichen aus dem Schrank fallen. Und Wähler sind unstete Wesen. Doch vorläufig sieht alles danach aus, dass Hillary Clinton trotz schmutziger Wäsche und fehlenden Charismas auf dem Wege ist, etwas zu schaffen, was seit 1952 erst ein Mal geschehen ist: dass eine Partei zum dritten Mal nacheinander das Weiße Haus erobert.

    Die niederländische Zeitung «de Volkskrant» zum Wahlkampf in den USA.

  • Die E-Mail-Affäre verfolgt die US-Demokratin Hillary Clinton auch in der heißen Wahlkampfweise weiter. Ein Bundesrichter in Washington ordnete an, dass die Präsidentschaftskandidatin schriftlich unter Eid darüber Auskunft gibt, warum sie als Außenministerin dienstliche E-Mails über einen privaten Server verschickte und empfing.

    Richter Emmet Sullivan gab damit einem Antrag der konservativen Organisation Judicial Watch statt. Die Gruppe darf zudem einen ranghohen Beamten im Außenministerium befragen, der zwei ihm unterstellte Mitarbeiter angewiesen hatte, Clintons E-Mail-Praxis nicht zu hinterfragen. Die Judicial Watch hat bis zum 14. Oktober Zeit, Clinton die Fragen zuzuleiten. Sie muss dann binnen 30 Tagen antworten. Ließe sich die Organisation bis zur Ablauf der Frist Zeit, müsste Clinton erst nach der Wahl antworten, die am 8. November stattfindet.



  • Die frühere Außenministerin Hillary Clinton soll gegenüber dem FBI ausgesagt haben, dass ihr Vorgänger Colin Powell ihr zur Nutzung eines privaten E-Mail-Accounts geraten habe. Dies berichtete die «New York Times» unter anderem auf Berufung auf Unterlagen zur Befragung Clintons durch das FBI.



  • Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen befürchtet bei einem Wahlsieg Donald Trumps bei der US-Präsidentenwahl eine Schwächung der Nato und der USA. Der Republikaner habe «mit seinen Aussagen große Zweifel an der amerikanischen Verteidigungsbereitschaft wachsen lassen», sagt Rasmussen dem ZDF-Nachrichtenportal heute.de. «Wir brauchen einen Weltpolizisten», sagt Rasmussen. «Und die Vereinigten Staaten sind der einzig verlässliche und wünschenswerte Kandidat für diesen Posten.»

    Rasmussen äußert die Befürchtung, dass eine Reduzierung des US-Engagements «ein «Machtvakuum schaffen könnte, das die 'Bad Guys', die Schurken dieser Welt, füllen werden, inklusive Herr Putin». Trump preise sogar den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er weigere sich zudem, «die illegale russische Annektierung der Krim zu verurteilen», klagte Rasmussen.



  • Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat und Unternehmer Donald Trump betont gern, wie reich und unabhängig er ist - einem Bericht zufolge haben die Firmen in seinem Besitz aber mindestens 650 Millionen Dollar (573 Millionen Euro) Schulden angehäuft. Dieser Schuldenbetrag sei doppelt so hoch wie jener, den Trump bisher im Zuge seiner Präsidentschaftsbewerbung offengelegt habe, berichtet die «New York Times» unter Berufung auf eigene Recherchen.

    Demnach hängt Trumps Vermögen auch von mehreren Geldgebern ab: So sei der Immobilienmogul Teilbesitzer eines Bürogebäudes in Manhattan, das durch einen 950-Millionen-Dollar-Kredit gestützt werde. Zu den Gläubigern zähle die Bank of China - eine der größten Banken in einem Land, die Trump wiederholt als Wirtschaftsfeind der USA gebrandmarkt hat.



  • Sie kann die E-Mail-Affäre einfach nicht abschütteln. Ermittlungen des Bundeskriminalamts FBI hat Hillary Clinton zwar ohne Anklage überstanden. Aber jetzt hat ein Bundesrichter entschieden, dass die Demokratin Fragen der konservativen Organisation Judical Watch beantworten muss, schriftlich und unter Eid. Die Gruppe hofft, dass Clinton doch noch irgendwie juristisch belangt werden kann. Sie hatte in ihrer Zeit als Außenministerin dienstliche E-Mails über ihren privaten Server empfangen und verschickt - nach dem Urteil von FBI-Direktor James Comey extrem nachlässig, aber nicht kriminell.


    Wird die E-Mail-Affäre nicht los: Hillary Clinton. Foto: Shawn Tawn, epa/dpa/Archiv
  • Bei den Latinos in den USA kann Donald Trump laut Umfragen bisher keinen Blumentopf gewinnen. Eine jüngste Umfrage sieht Hillary Clinton in dieser wichtigen Wählergruppe gar mit 66 zu 20 Prozent vor ihrem republikanischen Widersacher. Trump will das jetzt ändern. Am Wochenende traf er sich in New York mit spanischstämmigen Gemeindeführern, Geschäftsleuten und religiösen Persönlichkeiten zu Strategieberatungen. Danach wurden Spekulationen laut, dass Trump ursprüngliche Pläne zur Massenabschiebung illegaler Immigranten aus den USA abmildern könnte. Näherer Aufschluss dazu wird von einer Rede an diesem Donnerstag erwartet.


    Kommt bei den Latinos alles andere als gut an: Donald Trump. Foto: Jim Lo Scalzo, epa/dpa/Archiv
  • Was habt ihr zu verlieren, wenn ihr etwas Neues versucht wie Trump? Ihr lebt in Armut, eure Schulen sind nicht gut, ihr habt keine Jobs, 58 Prozent eurer jungen Leute sind arbeitslos - was zum Teufel habt ihr zu verlieren?

    Donald Trump in Michigan an die Adresse schwarzer Wähler.  
  • Der Juli war für Donald Trump der bisher teuerste Wahlkampf-Monat. Mit 18,4 Millionen Dollar gab er doppelt so viel Geld aus wie in den beiden Monaten davor. Fast die Hälfte davon ging an eine Firma für Webdesign. Aber Trumps Aufwendungen waren nichts im Vergleich zu denen der Demokratin Hillary Clinton, wie US-Medien aufzeigen. Sie steckte im Juli fast 49 Millionen Dollar in ihren Wahlkampf - unter anderem für neue TV-Werbespots und Helfer, die sie in alle möglichen Landesteile schickte.



  • Der bekannteste deutsche Jazz-Musiker Till Brönner empfand es als riesige Ehre, im Weißen Haus für US-Präsident Barack Obama zu spielen - bei Donald Trump wäre das anders. «Von Trump hat man ja das Gefühl, dass er kein Ständchen verdient hätte, wenn er es schafft», so der 45-jährige Trompeter und Sänger im Gespräch mit Deutschen Presse-Agentur. «Aber ich denke, es wird einfach nicht dazu kommen.»

    Auch aus musikalischen Gründen könne er sich einen Jazz-Gipfel wie bei den Obamas im April nicht vorstellen. So habe es zu Zeiten des republikanischen US-Präsidenten George W. Bush «sehr viel Country» im Weißen Haus gegeben. «Dagegen war Obama ein Jazz- und Soul-Mann», erklärt Brönner. «Trumps Musikgeschmack kenne ich nicht - aber man ist ja geneigt, schon irgendwelche Vorahnungen zu haben.»


    «Trump hätte wohl kein Jazz-Ständchen verdient»: Till Brönner. Foto: Daniel Reinhardt, dpa/Archiv
  • Als eine regelrechte Sumpfblüte aus dem Szenario des «Bullshits» präsentiert sich der gegenwärtige republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Mit demonstrativer Schamlosigkeit sekretiert er Unwahrheiten und Widersprüche und schert sich einen Dreck um die Folgen. Paradoxerweise macht ihn diese Unglaubwürdigkeit umso glaubwürdiger, weil er sich im «Bullshit» geradezu suhlt. Er tritt auf mit dem Habitus: Seht doch, ich bin der, als den ihr Politiker schon immer sehen wolltet – ein Behaupter, Wortverdreher, Lügner! Ich bin nur ehrlich – ehrlich unehrlich! 

    Der Physiker und promovierte Philosoph Eduard Kaeser in der «Neuen Zürcher Zeitung».
  • Der frühere US-Außenminister Colin Powell hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach er Hillary Clinton als seiner Nachfolgerin zur Nutzung eines privaten E-Mail-Accounts geraten haben soll. «Ihre Leute versuchen nun, mir das anzuhängen», zitiert das Magazin «People» das frühere Regierungsmitglied. 

    Powell reagierte damit auf einen Artikel der «New York Times», wonach Clinton dem FBI erzählt haben soll, die Idee zu ihrem Vorgehen in Sachen E-Mails sei von Powell gekommen. «Die Wahrheit ist, dass sie bereits ein Jahr - bevor ich ihr einen Vermerk über meine Arbeitsweise schickte - sie diesen (den privaten E-Mail-Server) nutzte», so Powell. 



  • Donald Trump hat eine für Donnerstag geplante Grundsatzrede zur Einwanderung verschoben. Nachdem aus Äußerungen seiner Kampagne geschlossen werden konnte, er habe grundlegend neue Positionen etwa zu den Themen Deportation aller Illegalen und einer Mauer zu Mexiko, war die Rede mit Spannung erwartet worden. Nun erklärte sein Team, es werde noch an ihr gearbeitet. Es bleibt somit unklar, ob Trump seine viel kritisierten Äußerungen kassiert, anpasst oder beibehält. Bisher waren sie ein Herzstück seines Wahlkampfs.


    Foto: Cristobal Herrera
  • Donald Trump will Oreokekse boykottieren. Der Mutterkonzern Mondeléz International habe Fabriken in den USA geschlossen und nach Mexiko verlagert, so Trump im Gespräch mit CNN. In den sozialen Medien macht Trumps Aufruf eine ordentliche Welle: Auf der Oreo-Facebookseite rufen zahlreiche Nutzer zum Keks-Boykott auf. Mondeléz International erklärt aber, dass tatsächlich gar keine US-Fabriken geschlossen, sondern nur 600 Stellen in einer einzigen Fabrik in Chicago gekürzt werden sollen. Zusätzlich sollen über 140 Millionen Dollar in bestehende Fabriken in Mexiko investiert werden.

  • In der Affäre um die Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos sind 15.000 weitere Nachrichten Hillary Clintons aufgetaucht. Das FBI gab sie an das Außenministerium weiter. Sie sollen nun im Zuge einer Vereinbarung mit der Organisation Judicial Watch veröffentlicht werden. Zuvor sollen private Mails aussortiert und vertrauliche Stellen geschwärzt werden. Auch wurden Clinton E-Mails ihrer engen Vertrauten Huma Abedin bekannt. Sie sollen nahelegen, Spender für Clintons Stiftung hätten leichter Zugang zur Außenministerin erhalten.


    Huma Abedin. Foto: Shawn Thew, epa/dpa/Archiv
  • Eigentlich war für diesen Donnerstag eine Grundsatzrede von Donald Trump zur Einwanderung geplant - dieser Termin wurde nun verschoben. Nachdem aus Äußerungen seiner Kampagne geschlossen werden konnte, er habe grundlegend neue Positionen etwa zu den Themen Deportation aller Illegalen und einer Mauer zu Mexiko, war der Auftritt mit Spannung erwartet worden. Nun erklärt sein Team, es werde noch an ihr gearbeitet. Es bleibt somit unklar, ob Trump seine viel kritisierten Äußerungen kassiert, anpasst oder beibehält. Bisher waren sie ein Herzstück seines Wahlkampfs.


    Verschiebt seine Rede zur Einwanderungspolitik: Donald Trump. Foto: Shawn Thew, epa/dpa/Archiv
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