US-Präsidentschaftswahl 2016

US-Präsidentschaftswahl 2016

Bereits mit Öffnung der ersten Wahllokale, am Dienstag, 8. November, berichtet dpa-live in Echtzeit. Bis zur endgültigen Entscheidung gibt es rund um die Uhr aktuelle News & Infos, Hintergründe, Videos, Grafiken sowie die Highlights aus den sozialen Medien.

  • Unerfreuliche Nachricht für Donald Trump - und die Welt. Einer Studie zufolge soll der US-Präsidentschaftskandidat mehr psychopathische Charakterzüge aufweisen als Adolf Hitler. Zu diesem Ergebnis kommt kein geringerer als der international bekannte Psychologe Kevin Dutton von der Universität Oxford. Mittels eines standardisierten psychometrischen Verfahrens habe der Wissenschaftler Trump, Clinton und eine Reihe historischer Persönlichkeiten klassifiziert, berichtet der britische «Independent». Dabei habe Trump 171 Punkte erreicht - zwei mehr als Adolf Hitler

    Die Messung umfasst acht Eigenschaften, darunter Furchtlosigkeit, Stressimmunität und Kaltherzigkeit. Von diesen Merkmalen weist laut der Studie offenbar auch Hillary Clinton nicht gerade wenig auf, kommt sie doch auf 152 Punkte in der von Saddam Hussein (189) angeführten Rangliste. Am Ende sei es der Mix dieser Eigenschaften, der Ausschlag gebe über das Gelingen der jeweiligen Person, so Dutton.

  •  Sie ziehen Grimassen und lachen zu Dritt in die Kamera: US-Sänger Justin Timberlake (35) und seine Frau, Model und Schauspielerin Jessica Biel (34), haben auf Instagram Schnappschüsse mit Hillary Clinton veröffentlich. «Schaut mal, wer zum Lunch vorbeikam», schreibt das Promi-Paar dazu. Die witzige Serie mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin aus dem Fotoautomaten wurde bei einem Spenden-Mittagessen im Haus von Timberlake und Biel in Los Angeles geschossen.

  • Auch «Spider-Man»-Star Tobey Maguire war Gastgeber der Demokratin. Seine Frau, die Schmuckdesignerin Jennifer Meyer, postete auf Instagram ein Fotos von sich mit Clinton und der Schauspielerin Jennifer Aniston. Wie das Promiportal «TMZ.com» berichtete, war auch Jamie Foxx unter den Gästen. Laut «People.com» kostete jedes Eintrittsticket mehr als 33.000 Dollar.

  • US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei einer Wahlkundgebung in Austin (Texas) seine harte Haltung gegenüber Einwanderern ohne Aufenthaltsstatus nicht zurückgenommen. Seine demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton wolle eine laxe Linie gegenüber Migranten durchsetzen, Visaverletzungen nicht ahnden und festgenommene Migranten wieder freilassen. «Das können wir nicht zulassen», sagte Trump. Aus einer Wahlkampfzentrale des Republikaners waren zuvor versöhnlichere Töne angedeutet worden.



  • An schrillen Figuren ist der US-Wahlkampf nicht eben arm, und dennoch gibt es immer wieder den ein oder anderen, der öffentlichkeitswirksam Interesse an der Arbeit im Weißen Haus bekundet. Genau dies hat Rockmusiker Alice Cooper nun - im Scherz - beim Sender CNN getan. Sein Vize sei Tom Hanks, verriet Cooper dem Sender - freilich ohne den Schauspieler zuvor in seine Pläne eingeweiht zu haben.  



  • Phoenix zeigt alle TV-Debatten während der heißen Phase des US-Präsidentschaftswahlkampfs live. In der Sendung «Der Tag» bereitet der Ereignis- und Dokumentationskanal außerdem mit Experten im Studio auf die jeweilige Übertragung in der Nacht vor. Das erste Fernsehduell zwischen dem Spitzenkandidaten der Republikaner, Donald Trump, und seiner Konkurrentin von den Demokraten, Hillary Clinton, ist in der Nacht von Montag auf Dienstag, 27. September, ab 2.45 Uhr zu sehen.

  • Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nimmt seine demokratische Kontrahentin Hillary Clinton wegen angeblicher Vermengung von Amt und privaten Interessen schwer unter Beschuss. Clinton strebe öffentliche Ämter an, um private Profite zu erzielen, meint Trump. Die Parteiführung der Republikaner fordert Clinton auf, sich bei einer Pressekonferenz den Vorwürfen zu stellen.

    E-Mails aus der Zeit Hillary Clintons als US-Außenministerin, die von der konservativen Organisation Judicial Watch veröffentlicht worden waren, hatten nahegelegt, dass Clinton Spendern der gemeinnützigen Clinton-Foundation Termine im Außenministerium eingeräumt hat. Die US-Nachrichtenagentur AP hatte auf Grundlage eigener Recherchen berichtet, dass mehr als die Hälfte der Clinton-Termine als Außenministerin mit Spendern der Stiftung stattgefunden hätten. Die Clinton Foundation dementiert den Bericht, die Stichproben der Autoren hätten das Gesamtbild verfälscht.


    Nimmt seine Kontrahentin schwer unter Beschuss: Donald Trump. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa/Archiv
  • Anders als Donald Trump behauptet, hat die frühe Begeisterung vieler Amerikaner für ihn nicht zu einer Welle neuer Wählerregistrierungen geführt. Wer sich in den USA nicht als Wähler registrieren lässt, kann seine Stimme nicht abgeben. 


    Eine Studie des Unternehmens Catalist fand in zehn besonders wichtigen Staaten nur einen geringen Anstieg weißer Wähler im Vergleich zu 2012. Diese Zahl ist deswegen besonders relevant, weil Trump einen überproportional großen Anteil dieser Wählergruppe benötigen wird, um bei der Wahl eine Chance auf eine Mehrheit zu haben. Laut Studie ließen sich viel mehr Latinos und weniger Schwarze registrieren als 2012. 


    Foto: Matt Campbell, epa/dpa/Archiv
  • Donald Trumps Wahlkampf gehorcht weiter keinen gängigen Mustern. «Echte Managementprobleme» attestiert ihm die «Washington Post» und rätstelt: Warum ist Trump in Texas unterwegs, das er eh gewinnen wird? Warum in Mississippi, einer Bank der Republikaner? Warum verschwendet er dort Zeit auf Kundgebungen und gibt nicht viel mehr Gas in umkämpften Swing States wie Florida, die er für einen Sieg dringend gewinnen muss? Die Antwort der «Post»: Trump liebe die persönliche Bestätigung auf Kundgebungen, sehne sich nach dem «Summer of Trump» zurück. Er verstehe einfach nicht, dass die USA-weite Wahl ganz anderen Gesetzen gehorcht als die Vorwahlen.

  • Hillary Clinton hat ihren Kontrahenten Donald Trump in die Nähe von Rassisten gerückt. «Ein Mann, der lange Zeit rassistische Diskriminierungen geäußert hat, der düstere Verschwörungstheorien auf der Basis von Berichten in Revolverblättern und den Tiefen des Internets wälzt, sollte niemals unsere Regierung führen oder den Befehl über unser Militär haben», sagte Clinton auf einer Kundgebung in Reno (Nevada). 


    Foto: Jim Lo Scalzo
  • Ein Sieg Donald Trumps bei der Wahl im November könnte nach Ansicht des Chefökonomen der Citigroup, Willem Buiter, einen Schock für die globalen Finanzmärkte bedeuten. Ein Trump-Sieg könnte eine globale Rezession ausweiten, erklärte Buiter. Eine größere Unsicherheit und eine angespanntere Gesamtsituation könnten eine signifikante wirtschaftliche Abschwächung sowohl in den USA aber auch weltweit bedeuten. Konsum und Investitionen würden in größerer Unsicherheit abnehmen.



    Der Republikaner Donald Trump hält im vergangenen Juli eine Rede. Foto: Michael Reynolds, epa/dpa
  • Wortwahl und Grammatik der US-Präsidentschaftskandidaten erreicht immerhin gutes Schulniveau. Hillary Clinton rede auf dem Niveau von Achtklässern, ermittelte der Blog Quote.com in einer Vergleichsstudie. Damit bewegt sie sich auf einer Ebene mit Rocksängerin Taylor Swift. Ihr Kontrahent Donald Trump erreicht das nicht ganz und spricht auf dem Level von Siebtklässern. Bernie Sanders, inzwischen ausgeschiedener innerparteilicher Kontrahent Clintons, erreichte der Studie zufolge immerhin Neuntklässer-Niveau. 

  • Steve Bannon, neuer Wahlkampfchef von Donald Trump, steht wegen eines möglichen Bruchs des Wahlgesetzes in Florida in der Kritik. Nach einem Bericht des «Guardian» (Freitag) ist Bannon im Bezirk Miami-Dade als Wähler registriert, lebt aber gar nicht dort. Nach dem Wahlgesetz Floridas müssen registrierte Wähler einen permanenten Wohnsitz in dem Bundesstaat haben.

    Der «Guardian» zitierte den Besitzer des Hauses, wonach das Gebäude leer stehe und abgerissen werde. Bannon soll es für seine frühere Frau gemietet, aber nie dort gelebt haben. Den Angaben zufolge zog sie in diesem Jahr aus. Trumps Team wollte zu dem Bericht nichts sagen.

    Falsche Informationen bei der Wählerregistrierung sind eine Straftat. Diese kann in Florida mit Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis belegt werden. Ein Adresswechsel muss rechtzeitig angezeigt werden.

  • Paul Wolfowitz, einer der führenden neokonservativen US-Republikaner aus der Zeit von George W. Bush, will bei der Präsidentenwahl Hillary Clinton wählen.

    Der ehemalige stellvertretende US-Verteidigungsminister sagte dem «Spiegel», er könne Donald Trump bei der Wahl im November nicht als Kandidaten seiner Partei unterstützen. «Ich wünschte, es gäbe einen Kandidaten, für den ich überzeugt stimmen könnte», sagte Wolfowitz «Ich werde wohl Hillary Clinton wählen müssen.»

    Wolfowitz reiht sich damit in eine wachsende Gruppe prominenter Republikaner ein, die Trump öffentlich ihre Unterstützung versagen. Darunter sind zahlreiche Senatoren und Gouverneure, aber auch eine große Gruppe von Sicherheitsexperten der Republikaner.


    Hillary Clinton findet immer mehr Unterstützer in der republikanischen Partei ihres Rivalen Donald Trump. Foto: Andrew Gombert
  • Der seit langem in New York lebende deutsche Konzeptkünstler Hans Haacke (80) glaubt nicht mehr an einen Wahlsieg von Donald Trump. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber habe in den vergangenen Wochen einfach «zu viel dummes Zeug geredet», sagte Haacke der Deutschen Presse-Agentur in Köln. «Bei Prognosen muss man natürlich immer vorsichtig sein. Hillary Clinton hat auch ein paar Schwachstellen, und es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Aber im Moment sieht es so aus, als hätte sich Donald Trump doch selbst ins Knie geschossen, als hätte er sich unmöglich gemacht.»  

    Haacke ist dafür bekannt, Mächtigen in Politik und Wirtschaft, aber auch im Kunstbetrieb auf die Füße zu treten. Zu den meistdiskutierten Werken des international bekannten Künstlers gehört die Installation «Der Bevölkerung» in einem Innenhof des Berliner Reichstags.


    «Trump hat sich ins Knie geschossen», meint der Konzeptkünstler Hans Haacke. Foto: Facundo Arrizabalaga, epa/dpa
  • Der Republikaner Donald Trump würde in seiner «ersten Stunde» als Präsident damit beginnen, kriminelle illegale Immigranten aus den USA abzuschieben. Das kündigt er in einer Rede an. Aber er sagte nichts darüber, was er mit den etwa elf Millionen Einwanderern tun würde, die sich unerlaubt in den USA aufhalten. In der Vergangenheit hatte der Multimilliardär wiederholt von einer «Deportationstruppe» zu ihrer Entfernung gesprochen. Es wird vermutet, dass er seine Position etwas abmildert, um attraktiver für die wichtige Latino-Wählergruppe zu werden, die mit überwältigender Mehrheit die Demokratin Hillary Clinton bevorzugt.  


    Donald Trump in Virginia auf Stimmenfang. Foto: Shawn Thew/Archiv
  • Donald Trump hat den gewaltsamen Tod einer schwarzen Mutter - Cousine des Basketball-Stars Dwyane Wade - genutzt, um die Afroamerikaner im Land erneut zur Stimmabgabe für ihn aufzurufen. «Genau das, was ich euch gesagt habe», twitterte er, nachdem die junge Frau während einer Schießerei versehentlich von einer Kugel getroffen worden war. Trump versucht, seiner Rivalin Hillary Clinton schwarze Wähler abspenstig zu machen. So wies er wiederholt darauf hin, dass die Lage der Afroamerikaner im Land kläglich sei: Sie könnten beispielsweise nicht auf die Straße gehen, ohne befürchten zu müssen, erschossen zu werden. 



  • Nach ihrem Rivalen Donald Trump ist auch Hillary Clinton von Experten über die US-Sicherheitslage unterrichtet worden. Die gut zweistündige Sitzung fand in einem Quartier der Bundespolizei FBI nahe Chappaqua (New York) statt, wo Clinton wohnt. Die demokratische Ex-Außenministerin kam allein zu dem Briefing, während der Republikaner Trump mehrere Berater mitgebracht hatte. Die Sicherheitsunterrichtungen der Präsidentschaftskandidaten sind Tradition: Sie sollen sicherstellen, dass der Wahlsieger sein Amt nicht völlig unvorbereitet antritt.

  • Sollte Donald Trump die Wahl gewinnen, wäre er der gesündeste Mensch, der jemals zum Präsidenten gewählt würde - so behauptete es der Arzt des Republikaners, Harold Brownstein, in einem Schreiben. Das Trump-Lager veröffentlichte den kurzen Brief, der nur Superlative und kaum Details enthält, im Dezember als eine Art Gesundheitsattest. In einem NBC-Interview räumte der Arzt jetzt ein, das er das Schreiben unter zeitlichem Druck in fünf Minuten verfasste, während draußen vor seinem Büro eine von Trump geschickte Limousine wartete. Aber, so sagte er, Trumps Gesundheitszustand sei wirklich ausgezeichnet, besonders sein geistiger. Viele US-Medien reagierten mit Belustigung.



  • Huma Abedin, engste Vertraute Hillary Clintons, verlässt ihren Mann Anthony Weiner nach Vorwürfen eines neuen Sexskandals. «Nach langen und schmerzhaften Überlegungen habe ich beschlossen, mich zu trennen», teilte Abedin mit. Der frühere Kongressabgeordnete Weiner hatte 2011 mit dem Twittern erotischer Selfies seine hoffnungsvolle politische Karriere zerstört. Am Wochenende wurden neue Vorwürfe laut, Weiner solle erneut über Monate anzügliche Bilder von sich an eine andere Frau geschickt haben. Seit Montagmorgen ist Weiners Twitteraccount stillgelegt. Der «New York Post» sagte Weiner zu den neuen Vorwürfen, die Frau und er seien eine Zeit lang befreundet gewesen. Sie habe ihn gebeten, keinen Kommentar abzugeben, lege aber Wert darauf, dass ihr Austausch immer angemessen gewesen sei.

    Abedin ist eine der wichtigsten Beraterinnen und Vertrauten der demokratischen Präsidentschaftskandidatin. Wegen ihrer engen Verbundenheit mit Clinton ist sie immer wieder auch Zielscheibe des politischen Gegners, auch im Zusammenhang mit Clintons E-Mail-Affäre fällt oft der Name Abedins.



  • Das Wahlsystem des US-Bundesstaates Arizona soll ins Visier von Hackern aus Russland geraten sein. Das berichtet die «Washington Post» unter Berufung auf die Staatsregierung in Arizona. Die Computersysteme seien jedoch unversehrt geblieben, lediglich ein Passwort sei gestohlen worden. Jedoch habe die Registrierung von Wählern für eine Woche unterbrochen werden müssen. Betroffen sei auch der Bundesstaat Illinois. Arizona sei im Juni vom FBI in Kenntnis gesetzt worden. 

    Es ist der neueste von mehreren Hacking-Vorwürfen aus den USA gegen Russland. Zuvor sollen bereits die Parteicomputer der US-Demokraten ausspioniert worden sein, auch die «New York Times» soll Ziel von Hackern gewesen sein. Erst am vergangenen Donnerstag ist ein russischer Hacker in den USA schuldig gesprochen worden, der von Kreditkarten bis zu 165 Millionen US-Dollar abgehoben haben soll. Moskau hat jede Beteiligung der russischen Regierung an den Vorfällen zurückgewiesen.   



  • Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ruft die Wirtschaft dazu auf, sich gemeinsam mit der Politik gegen Populisten zu stellen. Er nennt dabei US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und die Rechtspopulisten in Europa in einem Atemzug. «Das sind Leute, die auf die Probleme einer immer dichter werdenden, einer immer komplexeren Welt, die immer einfache Antworten bereit haben, (...) nach dem Motto: Abschottung ist die beste Lösung», sagt Steinmeier auf einer Botschafterkonferenz in Berlin vor Wirtschaftsvertretern.

    Der Sozialdemokrat Steinmeier hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Trump schon mehrfach offen kritisiert, während Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen will.


    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnte wiederholt vor Donald Trump. Foto: Bernd von Jutrczenka, dpa
  • Zwischenstand bei den Umfragen: In allen US-weiten Erhebungen führt Hillary Clinton vor Donald Trump. Universität Quinnipiac: 45 zu 38; Rasmussen: 42 zu 38; Economist/YouGov: 47 zu 44. Die neueste Umfrage der Monmouth University vom Montag sieht Clinton mit sieben Punkten vor Trump (43:36). Kurz nach ihrem Nominierungsparteitag hatte Clinton bei Monmouth noch mit zwölf Punkten in Front gelegen.

    Die Webseite RealClearPolitics addiert die Ergebnisse aller aktuellen Umfragen auf eine Summe von derzeit 272 Wahlmänner für Clinton und 154 für Trump, 112 sind noch nicht zuzuordnen. Die Mehrheit ist bei 270 erreicht.

  • Der frühere Anführer des Ku Klux Klan hat zur Wahl Donald Trumps aufgerufen. Mittels eines automatisierten Telefonanrufs habe David Duke dafür geworben, den Republikaner zum Präsidenten und ihn selbst in den US-Senat zu wählen, wie das Portal BuzzFeed berichtete. Trumps Wahlteam teilte mit, man habe keine Kenntnis von Dukes Aktivitäten gehabt und verurteile diese scharf.

  • Wenige Stunden vor seiner mit Spannung erwarteten Rede zur Einwanderungspolitik will sich der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Trump mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto treffen.

    «Ich habe die Einladung von Präsident Enrique Peña Nieto angenommen und freue mich sehr darauf, ihn morgen zu treffen», schreibt Trump auf Twitter. Das mexikanische Präsidialamt bestätigte ein privates Treffen in Mexiko-Stadt.


    Überraschend reist Donald Trump ins Nachbarland Mexiko. Foto: Shawn Thew
  • Die Zeitung «Washington Post» berichtet unter Berufung auf Menschen in Trumps Umfeld, sein neuer Wahlkampfleiter Stephen K. Bannon habe ihm dazu geraten, die Einladung des mexikanischen Präsidenten anzunehmen. Er könne sich mit dem Treffen als Staatsmann präsentieren, der direkt mit Mexiko verhandelt. Der Schritt soll in Trumps Team allerdings umstritten gewesen sein, heißt es in dem Bericht.

    Das private Treffen dürfte einigen Sprengstoff bergen. Trump sprach im Wahlkampf immer wieder abfällig über Latinos, kündigte an, aus dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen Nafta auszusteigen und versprach eine Mauer an der Südgrenze der USA. Peña Nieto verglich Trump seinerseits in einem Interview mit Hitler und Mussolini



  • Im Falle eines Wahlsiegs von Trump müssten dieser und  Peña Nieto aber wohl oder übel zusammenarbeiten. Die USA sind der wichtigste Wirtschaftspartner Mexikos. Für die USA ist Mexiko der drittgrößte Handelspartner. Im vergangenen Jahr betrug das Handelsvolumen über 532 Milliarden US-Dollar. In den USA hängen sechs Millionen Arbeitsplätze vom Handel mit Mexiko ab. 34,6 Millionen Menschen mit mexikanischen Wurzeln leben in den Vereinigten Staaten

  • Die so genannten Swing States, anders als die meisten Staaten nicht schon auf eine Partei festgelegt, sind für den Wahlausgang entscheidend. Der Stand in den wichtigsten dieser Staaten: In IOWA ist das Rennen ausgeglichen. In FLORIDA liegt Clinton zwischen einem und neun Punkten vorn. In OHIO führt Clinton mit durchschnittlich fünf Punkten, in NEVADA ist es ein Unentschieden.

    Bei fast allen Wahlen der vergangenen Jahrzehnte waren auch Staaten besonders umkämpft, die es 2016 aber bislang nicht sind. Hier führt Clinton jeweils deutlich vor Trump: COLORADO (zwischen 10 und 14 Punkten vorne), MICHIGAN (7-9), PENNSYLVANIA (10-11), VIRGINIA (7-16), WISCONSIN (5-15).


    Grafik: J. Reschke
  • Hillary Clinton kritisiert Trumps Besuch in Mexiko. «Von den ersten Tagen seiner Kampagne an hat Donald Trump Mexikaner als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet», teilt ihre Sprecherin Jennifer Palmieri mit. «Worauf es letztendlich ankommt, ist, was er den Wählerin in Arizona sagt, nicht in Mexiko, und ob er daran festhält, Familien auseinanderzureißen und Millionen abzuschieben.» 



  • Hillary Clintons Beliebtheitswerte sind in den USA weiter auf Talfahrt und erreichen neue Minusrekorde. In einer Umfrage des Senders ABC und der «Washington Post» sprechen 59 Prozent der registrierten Wähler Clinton ein negatives Image zu. Damit ist sie fast gleichauf mit Donald Trump, der auf 60 Prozent kommt. Fragt man nicht nur die registrierten Wähler, sondern alle Amerikaner, ist Trump hier mit 63 Prozent noch unbeliebter als Clinton (56 Prozent). 

    Trump und Clinton sind seit Jahrzehnten die unbeliebtesten Kandidaten, die sich um die US-Präsidentschaft beworben haben. Für Clinton sind es der neuen Umfrage zufolge die schlechtesten Imagewerte, die sie seit einem Vierteljahrhundert eingefahren hat. Ihre Werte vor sind seit einem Monat nochmals deutlich gesunken. Das gilt auch für Bevölkerungsgruppen, in denen sie eigentlich gut ankommt - bei Frauen, Latinos und Liberalen.



  • Angesichts der fremdenfeindlichen Ausfälle von Donald Trump wundern sich die Mexikaner über die Einladung der Regierung an den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten. «Ihn einzuladen, legitimiert seine Demagogie und seinen Hass. Er droht uns mit Krieg und Mauern, aber wir öffnen ihm den Nationalpalast», schreibt Senatspräsident Roberto Gil auf Twitter. 

    Trump hatte mexikanische Einwanderer mehrfach als Verbrecher verunglimpft und für den Fall seines Wahlsieges den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angekündigt.

  • Handelsbeziehung, Sicherheit und die geplante Mauer an der Grenze haben im Mittelpunkt des Treffens des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und des mexikanischen Staatschefs Enrique Peña gestanden. «Es waren offene und konstruktive Gespräche», sagte Mexikos Staatschef. «Auch wenn wir nicht in allem übereinstimmen, können wir gemeinsam mehr Wohlstand und Sicherheit erreichen.»

    Für den Fall seines Wahlsiegs hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der Südgrenze der USA zu errichten und Mexiko dafür zahlen zu lassen. In Mexiko bekräftigte er seine Pläne. Die Mauer sei notwendig, um die illegalen Bewegungen von Personen, Waffen und Drogen zu unterbinden. «Wir haben über die Mauer gesprochen», sagte Trump. «Aber nicht darüber, wer sie bezahlt.» Kurz nach der Abreise Trumps widersprach Peña Nieto der Darstellung. «Gleich zu Beginn des Gesprächs habe ich Donald Trump klar gemacht, dass Mexiko nicht für die Mauer zahlen wird», schrieb er bei Twitter. «Danach hat sich die Unterhaltung auf andere Themen zubewegt und sehr respektvoll entwickelt.» 



  • Trump sagte nach dem Treffen, dass das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta seiner Einschätzung nach Mexiko mehr nutze als den USA. Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Er habe aber großen Respekt vor mexikanisch-stämmigen Amerikanern. «Das sind großartige Leute», sagte Trump. 

    Zuletzt hatte der Immobilienunternehmer immer wieder mexikanische Einwanderer als Verbrecher verunglimpft. «Die Mexikaner haben Respekt verdient», sagte Peña Nieto nach dem Treffen in der Präsidentenresidenz Los Pinos. «Der kommende US-Präsident wird in Mexiko und seiner Regierung einen Nachbarn finden, der konstruktiv zusammenarbeiten möchte.» 

  • Im Zentrum von Mexiko-Stadt protestierten Dutzende Menschen gegen den Besuch von Trump. «Du bist nicht willkommen», «Trump go home», «Bitte um Vergebung und gehe» war auf den Transparenten der Demonstranten am Unabhängigkeitsdenkmal zu lesen. «Trump steht nicht für unsere Werte», sagte die US-Bürgerin Cristine Smith, die seit einem Jahr in Mexiko lebt, im Fernsehen. «Ich glaube, dass die Einwanderer in den USA die Wirtschaft stützen und die Kultur fördern.» 


    Ein Trump-Gegner in Mexiko-Stadt. Foto: Alex Cruz, epa/dpa
  • Donald Trump hat für den Fall seiner Wahl zum US-Präsidenten ein Zehn-Punkte-Programm angekündigt, um illegale Zuwanderer aus dem Land zu vertreiben. Für in den USA befindliche kriminelle Ausländer kündigte er eine «Null-Toleranz-Politik» an. «Eine Migrationsreform sollte bedeuten, das Leben der Amerikaner zu verbessern», rief der Republikaner vor Tausenden Anhängern in Phoenix (Arizona). Illegale Migration verursache den USA Kosten in Höhe von 113 Milliarden Dollar pro Jahr. 


    Von der ersten Stunde seiner Amtszeit an werde er damit beginnen, kriminelle Ausländer, die sich illegal in den Vereinigten Staaten aufhalten, zu deportieren, sagte der republikanische Kandidat in seiner stark emotional gehaltenen Rede in Phoenix. Er wiederholte auch dort seinen Entschluss, eine Mauer entlang der Grenze zu Mexiko zu bauen. Außerdem sollen die Zahl der Grenzbeamten um 5000 aufgestockt, die Zahl der Ausweisungsbeamten verdreifacht sowie Wachtürme gebaut werden. 



  • Die Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, stellt sich erneut hinter den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald TrumpIn einem Interview mit dem US-Sender CNN greift Le Pen gleichzeitig die demokratische Bewerberin Hillary Clinton scharf an. Für Frankreich sei «alles besser als Hillary Clinton», so Le Pen. «Weil ich denke, (dass) Hillary Clinton Krieg bedeutet. Hillary Clinton bedeutet Zerstörung.»

    Le Pen hatte bereits in französischen Medien Unterstützung für Trump signalisiert. In dem Interview mit CNN vergleicht sich die 48-Jährige mit dem 70-Jährigen Populisten Trump: «Wir ähneln uns, weil wir beide nicht dem Establishment angehören und nicht Teil des Systems sind. Wir sind von niemandem abhängig, und wir nehmen von niemandem Befehle entgegen.»


    Fühlt sich Donald Trump verbunden: die Chefin der rechtsextremen Front National, Marine Le Pen. Foto: Christian Bruna, epa/dpa/Archiv
  • Mehr als sechs Millionen Menschen könnten laut der amerikanischen Tageszeitung «Washington Post» von Trumps Zehn-Punkte-Programm betroffen sein. Dieser sehe unter anderem vor, Ausländer mit abgelaufenem Visum sowie kriminelle Ausländer zu deportieren, sagte Trump in seiner Rede in Phoenix. Rund 4,5 Millionen Menschen, deren Visa abgelaufen seien, sowie rund zwei Millionen Ausländer, die straffällig geworden sind, halten sich laut Analysten der amerikanischen Tageszeitung in den USA auf. Die Zahlen basieren auf verfügbaren Daten und Schätzungen der Experten.



  • Dass Trump mit seiner Strategie durchaus Gespür für die Stimmung im Land zeigt, haben die Primärwahlen bewiesen. Sein großmäuliges Versprechen, er werde entlang der Südgrenze eine Mauer errichten und Mexiko zu deren Finanzierung zwingen, war ein Hit im republikanischen Fußvolk. Mit seiner Radikalität schlug er alle seine Mitbewerber aus dem Feld. Doch parteiinterne Ausmarchungen, an denen sich jeweils nur die am stärksten politisierten Wähler beteiligen und wo man in einem breiten Bewerberfeld auch mit kleinen Stimmanteilen gewinnen kann, sind ein ganz anderer Wettbewerb als die Hauptwahlen. Dort geht es um eine binäre Entscheidung zwischen zwei Kandidaten, und ins Spiel kommen auch Dutzende von Millionen parteiungebundener Wähler.Obwohl sich Trump seit Monaten hätte darauf vorbereiten können, bekundet er größte Mühe, auf eine überzeugende Hauptwahl-Strategie umzuschalten. Einige seiner neuen Berater drängen ihn, sein migrationspolitisches Programm weichzuspülen.

     Die «Neue Zürcher Zeitung» kommentiert den migrationspolitischen Wahlkampf von Donald Trump in den USA.
  • Es ist nur mehr noch eine reine TV-Reality-Show. Trump und jene politische Elite, die sich seinem Mahlstrom nicht zu entziehen vermag, schlagen die Fernseh-Zuseher schon seit mehr als einem Jahr in ihren Bann. Doch am 8. November, wenn (mit dem Wahltag) die letzte Episode über die Mattscheiben flimmern wird, wird sich die US-Bevölkerung damit auseinandersetzen müssen, dass kein einziges Problem gelöst ist. Man kann nur hoffen, dass der Sieger oder die Siegerin dieser Reality-Show mit seinem oder ihrem Gewinn verantwortlicher umgehen wird als mit der Institution des Wahlkampfs.

     Die Budapester Tageszeitung «Nepszabadsag» in einem Kommentar über den Präsidentschaftswahlkampf in den USA.
  • Einen Tag nach dem umstrittenen Besuch von Donald Trump in Mexiko hat Präsident Enrique Peña Nieto die Einladung an den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten verteidigt. Er habe es für Mexiko und die Mexikaner getan, sagte der Staatschef bei einem Treffen mit jungen Leuten. Angesichts der verbalen Angriffe Trumps gegen Mexiko habe er nur zwei Möglichkeiten gehabt: Die Beleidigungen zu erwidern oder den Dialog zu suchen. Er habe sich für die zweite Option entschieden. 


    Präsident Enrique Peña Nieto: «Ich habe es für Mexiko getan». Foto: Jorge Nunez, epa/dpa
  • Hintergrund ist nach wie vor die Frage, was sich der mexikanische Präsident bei der Einladung an Trump gedacht hat. Seine Zustimmungswerte sind im Keller und mit Trump ist bei den 120 Millionen Mexikanern nach allem, was war, kein Staat zu machen. Peña Nietos Einladung an Trump barg nach Einschätzung von Mexikos Ex-Präsident Vicente Fox ein großes politisches Risiko. «Er wird als Verräter gesehen, weil wir es nicht hinnehmen, beleidigt zu werden.»  


    Warum Trump nach Mexiko reiste, ist laut Robert Costa von der «Washington Post» relativ einfach: «In seinem Wahlkampfteam haben sie sich gefragt: Wie können wir in dieser Woche die Schlagzeilen bestimmen?» Spin-Doktor hinter der Idee sei Trumps neuer Kampagnenchef Stephen Bannon gewesen. «Er mag die Überraschung, er mag den politischen Kampf», sagt Costa im US-Frühstücksfernsehen. 

  • Russlands Präsident Wladimir Putin wirft den Präsidentschaftskandidaten der USA den Einsatz von Schocktaktiken im Wahlkampf vor. «Jeder macht das auf seine Weise», sagt Putin in einem Interview der Agentur Bloomberg in Wladiwostok über Donald Trump und Hillary Clinton. «Ich glaube nicht, dass die beiden ein besonders gutes Beispiel abgeben.» Die Art der Attacken seien wohl Teil der politischen Kultur der USA. 

    Putin, der von Trump wiederholt gelobt worden war, zeigt wenig Begeisterung für beide Kandidaten. Moskau war mehrfach nachgesagt worden, die Kampagne Trumps zu unterstützen. Putin sagt, er bevorzuge niemanden und arbeite mit jedem Sieger der Wahl zusammen. Er sagt, das Spielen einer anti-russischen Karte sei kurzsichtig. Putin weist Vorwürfe zurück, Russland sei in das folgenschwere Hacking von Servern der demokratischen Partei in den USA verwickelt. Das FBI nimmt entsprechende Vorwürfe sehr ernst und untersucht sie. 



  • Donald Trump hat bei der wachsenden Latino-Bevölkerung in den USA keine Chance. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Organisation America`s Voice sieht Trump bei höchstens 17 Prozent bei den Einwanderern aus Lateinamerika. Dagegen kommt Hillary Clinton auf 65 Prozent. 

    In den USA haben derzeit 45 Millionen der insgesamt rund 320 Millionen Einwohner einen lateinamerikanischen Hintergrund. Sie kommen zum größten Teil aus Mexiko, aber auch aus El Salvador, der Dominikanischen Republik, Kuba und dem US-Überseegebiet Puerto Rico.

  • Der republikanische Präsidentschaftskandidat Trump hat seine zweite Unterrichtung von den US-Geheimdiensten mit teils vertraulichen Informationen erhalten. Bereits im August war Trump einmal bei den Geheimdienstleuten zu Gast. Die Unterrichtungen von Präsidentschaftskandidaten sind in den USA Tradition, auch Hillary Clinton erhält sie in strikt identischer Weise. Der künftige Präsident soll so auf die Lage in der Welt vorbereitet werden


    Die Kandidaten erhalten in identischer Weise vertrauliche Informationen. Foto: Soeren Stache, dpa
  • Mit ungewohnt demütiger Stimme hat Donald Trump in einer Schwarzenkirche in Detroit um Unterstützung bei der Präsidentenwahl geworben. Er sei gekommen, «um zuzuhören und zu lernen», sagte der Kandidat der Republikaner. «Wir sind alle Brüder und Schwestern. (...) Wir sind alle in einem Boot.» Trump versprach, als Präsident die Lage der Schwarzen zu verbessern. Er kann nach Umfragen nur auf ein bis zwei Prozent der schwarzen Wähler rechnen.

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